MultiKulti auch bei uns - Niederkassel feiert „Fest der Kulturen“

Am Samstagnachmittag war es endlich so weit, das lang organisierte „Fest der Kulturen“ fand erstmals in Niederkassel auf dem Rathausplatz, anstatt in Lülsdorf hinter dem Matthiashaus, statt. machPuls berichtet euch über das große MultiKulti Erlebnis!

MultiKulti auch bei uns - Niederkassel feiert „Fest der Kulturen“

Im Mittelpunkt der Stadt wolle man viele Niederkasseler erreichen und man hoffe, dass sich zukünftig noch weitere Gruppen unterschiedlicher Nationen ins Fest einbringen werden, erklärte Schellenberger. Diakon Norbert Klein, Organisator des „Festes der Kulturen“ und Franz Schellenberger, der Koordinator von „InterKulturNiederkassel“ (früher christlich-muslimische Flüchtlingshilfe) begrüßten die anfangs noch überschaubare Anzahl an Besuchern zu einem abwechslungsreichen, multikulturellen Programm und hofften, dass der Sturm und Regen Niederkassel verschonen würde.

Das Fest, ein Kooperationsprojekt von „InterKultur“, dem Integrationsrat und der Stadt Niederkassel, soll gelebte Integration mit Begegnungen auf Augenhöhe fördern. Es sei ein Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz, denn in Niederkassel leben derzeit Menschen aus 104 Nationen. Das betonte auch Dr. Sebastian Sanders, der Beigeordnete der Stadt Niederkassel, der den im Urlaub weilenden Bürgermeister Stephan Vehreschild vertrat. Schellenberger dankte den vielen Helfern und Unterstützern, die bei diesem Fest auch viel Arbeit im Vorfeld geleistet hatten. Sowie Anne Heinrich, Integrationsbeauftragte der Stadt, Ahmet Elmas, Vorsitzender des Integrationsrates und Annemarie Tetzlaff, die viele Monate „kötten“ ging, um so Spenden für das Fest zu organisieren.

Der Sturm blieb glücklicherweise aus und so füllte sich bei ein paar kleinen Regenschauern der Rathausplatz zusehends. Das Unterhaltungsprogramm sowie das viele leckere Essen hielten die Besucher bei Laune. Die Teufelchen der Karnevalsgesellschaft "Et Jecke Jrüppche" zeigten ihren Sommertanz und die Tanzgruppe der Spielvereinigung Lülsdorf-Ranzel legte einen perfekten Tango auf Pflasterparkett. Die Tanzgruppe "Al-Quds“, das Bläserquartett der Musikschule Niederkassel und die Musiker um Ali Lorestani ließen keine Langeweile aufkommen. Zwischen den Darbietungen konnten sich die Besucher kostenlos oder gegen eine Spende die Köstlichkeiten der arabischen, syrischen und türkischen Küche schmecken lassen. Leckere Kuchen in großer Auswahl hatten die Damen der katholischen Frauengemeinschaft (KfD) Ranzel gebacken und kostenlos zur Verfügung gestellt, wie auch die Türkisch-Islamische Gemeinde zum kostenlosen Döner mit Salaten einlud. Bunt gemischt waren die Angebote an den zahlreichen Ständen. Es gab türkischen Tee, im Zelt eine Märchenstunde für die Kleinsten und der Jugendclub „Routemaster“ aus Mondorf hatte sein Töpferstudio mitgebracht. Eine Hüpfburg, ein Kletterturm und Kinderschminken waren weitere Anlaufstationen für die Kids. Top Act des Tages war dann der Auftritt des Kabarettisten Christoph Brüske, der klar gegen rechte Gesinnung Stellung bezog, sich kabarettistisch der aktuellen Politik annahm und musikalisch ein Lied über Niederkassel anstimmte; sehr zur Freude des Publikums.

Am Ende des Festes war Diakon Norbert Klein geschafft aber glücklich. „Es war ein hartes Stück Arbeit, denn alles Material, von der Sitzbank bis zum Pavillon, musste aus Lülsdorf hergebracht und aufgebaut werden. Für uns alle, die hier mit angepackt haben, war es Neuland, solch ein Fest zu stemmen, mit dessen Verlauf wir aber sehr zufrieden sind“, so Klein. Auch Franz Schellenberger zeigte sich zufrieden und war froh, dass der Regen Niederkassel weitgehend verschont hatte. Zum Abschluss dankte Klein allen Bürgern, die mit ihren Spenden, in Form von Lebensmitteln und Getränken, zum Gelingen beigetragen hatten. Mit einem interreligiösen Abschlussgebet endete das Fest dann schließlich am frühen Abend; glücklicherweise eine halbe Stunde bevor die Wassermassen doch noch auf Niederkassel herab prasselten.

Fazit

Das „Fest der Kulturen“, eine Initiative der evangelischen und katholischen Kirche, in Kooperation mit der muslimischen Gemeinde und der Stadt Niederkassel, bescherte den Besuchern einen erlebnisreichen und bunten Nachmittag, der vielleicht half, sich näher kennenzulernen und Vorurteile abzubauen.

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