Aufatmen! Niederkassler Kunstrasenplätze nicht gesundheitsschädlich

Nach Angaben des Städte- und Gemeindebundes Nordrhein-Westfalen wird es keine Beschränkungen des Spielbetriebs oder Stillegungen der Kunstrasenplätze geben, die auf verbrauchtes Mikroplastik gründen würden.

Aufatmen! Niederkassler Kunstrasenplätze nicht gesundheitsschädlich

Kunstrasenplätze bestehen aus unterschiedlichen Schichten. Gewöhnlich befindet sich unten ein Drainagebelag, darüber eine Elastikschicht, gefolgt von einer Quarzsand- oder einer Gummigranulat-Füllung und als Abschluss die Kunstfasern. Das verwendete Gummigranulat besteht aus unterschiedlichen Materialien: Es gibt Granulate aus Kautschuk, Kunststoff, Sand oder PKW-/LKW - Altreifen. Erst die neuesten künstlichen Bodenbeläge bestehen aus grasartigen Fasern mit Sand-Gummi-Einstreugranulat.

SBR Granulat

Neben der Diskussion über den befürchteten Einfluss von Mikroplastik der Kunstrasenplätze auf die Umwelt ist in den Medien vor allem über das sogenannte SBR-Granulat berichtet worden. Nach Schätzungen sollen bis zu 95 Prozent des Füllmaterials der weltweit verlegten Kunstrasen aus geschredderten PKW- und LKW-Altreifen bestehen. Genau diese Granulate sind aus Styrol-Butadien-Kautschuk („Styrene-Butadiene-Rubber“, SBR), denen oft Weichmacheröle und Ruß beigefügt werden. Diese Öle können vereinfacht dargestellt gesundheitsschädlich sein.

TPE Granulat

Glücklicherweise wurde laut einer Überprüfung der Stadt auf den drei Niederkasseler Sportplätzen (Sportpark Süd, Niederkassel und Lülsdorf) kein SBR-Granulat verwendet. Hier wurde „TPE-Granulat“ eingestreut. TPE-Granulate sind Thermoplastische Elastomere, deren Stabilisierung gegen Temperatur und Alterungseinflüsse sehr aufwändig und teuer ist. Sie werden wohl besonders daher erst seit einigen Jahren als Einstreugranulate für Kunstrasenplätze genutzt.

Die betroffenen Vereine wurden von der Verwaltung der Stadt Niederkassel über die Ergebnisse informiert und können aufatmen - ebenso wie die vielen Sportler (und ihre Eltern).

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