Restaurant „Schlimgen mittendrin“ in Nähstudio verwandelt

Nichtstun kommt für Klaus Hartfeld und sein Team nicht in Frage - deswegen hat das Team kurzfristig umgesattelt und produziert nun ehrenamtlich Atemmasken.

Restaurant „Schlimgen mittendrin“ in Nähstudio verwandelt

Seit dem 16. März 2020 hat das Restaurant "Schlimgen mittendrin" in Mondorf von Klaus Hartfeld und seinem Team seine Pforten, auf behördliche Anordnung hin, geschlossen.

Während einer schlaflosen Nacht am 1. April 2020 schossen Hartfeld vielerlei Gedanken durch den Kopf. Unter anderem beschäftigte ihn die Thematik, dass viele Einrichtungen entweder keine oder über zu wenig Schutzmasken verfügen. Er sprach daraufhin seine Frau Ute an und das Ehepaar setzte die Idee in die Tat um: Nach den Osterfeiertagen produzierten sie gemeinsam mit fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sogenannte Community Masken. „Wenn wir schon geschlossen haben müssen, jammern wir nicht, sondern machen etwas sinnvolles, zeigen uns solidarisch und unterstützen damit die Allgemeinheit“, bringt es Klaus Hartfeld auf den Punkt.

Dazu wurde ein Teil des Restaurants in ein, den Sicherheitsbestimmungen angepasstes, Nähstudio umgestaltet und neben vorhandenen Baumwollstoffen zusätzlich waschbare Meterware Bettwäsche in unterschiedlichem Design bestellt. Für die Herstellung der Masken sind insgesamt sieben Arbeitsschritte notwendig. Beim Einsatz der Mitarbeiter wurde den unterschiedlichen Talenten Rechnung getragen. So macht beispielsweise der Koch die Zuschnitte während der "Zappes" das Bügeleisen handhabt und die Servicekräfte die Näharbeiten übernehmen. „Am Ende wollen wir 1.000 Atemmasken produziert haben", gibt sich der Gastronom ehrgeizig.

Die „Community-Masken“ sollen der Mondorfer Bevölkerung sowie Mondorfer Einrichtungen zugute kommen. Sie werden kostenlos abgegeben.

Bei Inanspruchnahme mehrerer Masken wenden Sie sich an Klaus Hartfeld unter 0160 - 9897 0607.

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