Deprimierend: Die Staubrücke „oberste Fahr“ verfällt - keiner fühlt sich verantwortlich

Leserbrief zum Verfall der Staubrücke „oberste Fahr“ an der Siegaue.

Deprimierend: Die Staubrücke „oberste Fahr“ verfällt - keiner fühlt sich verantwortlich

Die Brücke oberste Fahr ist nun schon seit längerem so kaputt, dass sie nicht mehr betreten werden kann.

Beliebter Weg, an dem schnell Verletzungen entstehen

Der Weg Richtung Siegfähre ist trotzdem weiterhin sehr beliebt. Also laufen Bürger und Bürgerinnen, Kinder und Jugendliche entweder durch das ausgetrocknete Altarmbett oder klettern über die Brückenreste.
Ich selbst konnte beobachten, wie ein junger Mann dabei ausrutschte. Er verletzte sich zum Glück nur leicht mit Hautabschürfungen.
Das Desinteresse von Politik, betroffenen Kommunen und verantwortlichen Behörden an diesem Zustand finde ich besonders ärgerlich.
Beeindruckend, wie die zunehmende Reparaturbedürftigkeit einer schönen alten Brücke, die auch für die Wasserregulation wichtig war, über Jahre ignoriert wurde, bis sie jetzt mehr und mehr einstürzt.

Keiner fühlt sich verantwortlich

Ebenso beeindruckend ist die Zerstreuung von Zuständigkeit und Verantwortung. Die Stadtverwaltung Niederkassel verweist auf Troisdorf. Dort wird auf einen Ausschuss verwiesen, dann auf den Rhein-Sieg-Kreis. Weitere Verweise folgen: Naturschutzbehörde, Naturschutzverband, Wasserschutzbehörde, Bezirksregierung.
So kreist das Anliegen schon seit Jahren im Bürokratiegestrüpp. Natürlich gibt es wichtigere Sachen. Wenn aber ein für den Laien überschaubar scheinendes Projekt, wie die Instandhaltung einer Holzbrücke, an so vielen Hürden scheitert, wächst meine Skepsis, ob wichtigere Sachen realisiert werden können.

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