Regionsmeisterschaften: LüRa-Stabhochspringerinnen gewinnen zwei Landesmeistertitel

Trotz eingeschränkter Vorbereitung: „Stabis“ setzen die Messlatte hoch

Regionsmeisterschaften: LüRa-Stabhochspringerinnen gewinnen zwei Landesmeistertitel

Die Wettkampfvorbereitung mussten die erfolgreichen Stabhochspringerinnen aus Lülsdorf und Ranzel unter schwierigen Bedingungen durchführen. Das Techniktraining konnte nur mit verkürztem Anlauf an der Lülsdorfer Hochsprungmatte oder im Sand durchgeführt werden, obwohl das Außentraining seit Anfang Mai wieder erlaubt ist. Die Stabhochsprungmatte in Troisdorf wurde erst Mitte Juni wieder aufgebaut.

Hin und Her bei der Terminvergabe

Die für Mitte Mai vorgesehenen Regionsmeisterschaften sind rechtzeitig in den September verlegt worden. Der für Anfang Juni vorgesehene Termin der Landes-Meisterschaften wurde zunächst abgesagt und dann auf das einzige noch freie Wochenende zu Beginn der Sommerferien gelegt. Entsprechend ausgedünnt waren einige Teilnehmerfelder – auch für die LüRa konnten nicht alle starten.

Dass sie wenig von ihren Technik-Fähigkeiten verlernt hatten, bewiesen dann am Sonntag, den 11.07.21, die LüRa-Stabhochspringerinnen. Sowohl Marie Gürtler aus der U20 als auch Liv Röhrdanz aus der U18 standen bei der Siegerehrung ganz oben, Liv überraschenderweise vor Sarah Schmitt, der Titelverteidigerin aus dem Jahr 2019.

Erwartete Bestzeit des Titelverteidigers fällt ins Wasser

Das Wetter spielte an diesem Tag zunächst auch mit. Unser viertes Ass Luis Gonzalez-Diaz, der Titelverteidiger von 2020, setzte sich in neuer Bestzeit von 11,25 Sekunden im dritten Vorlauf locker durch und ließ eine noch bessere Zeit erwarten. Doch kurz vor Beginn des Endlaufs begann es wie aus Kübeln zu schütten. Zwar wurde der Lauf noch gestartet, aber an eine neue Bestzeit war nicht zu denken. In 11,41 Sekunden belegte Luis den dritten Platz. Das Unwetter war so schlimm, dass die Veranstaltung abgebrochen werden musste.

Jede Sekunde zählt

Die 11,25 Sekunden aus dem Vorlauf bedeuten zunächst einmal die Qualifikation für die deutschen Jugendmeisterschaften Ende Juli in Rostock. Da aber nur vierzig Läufer zugelassen werden und Luis momentan diesen 40. Platz einnimmt, kann er bis zum Qualifikationsschluss am 18. Juli von diesem „heißen Stuhl“ schnell wieder herunterfliegen. Wie knapp es hier zugeht, zeigt der folgende Vergleich: Wäre Luis 1/10 Sekunden schneller gelaufen, wäre er schon auf Platz 26. Nur 2/10 Sekunden schneller – was durchaus möglich gewesen wäre – hätten ihn auf Platz 12 gebracht.

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