"Rheindrache": Feierliche Taufe am Mondorfer Hafen

DLRG Rhein-Sieg nimmt sein neues Rettungsboot in Betrieb

"Rheindrache": Feierliche Taufe am Mondorfer Hafen

Nach gewissenhafter Planung konnte am Samstag, den 3. Juli 2021 endlich das DLRG-Rettungsboot mit dem Namen "Rheindrache" des Bezirks Rhein-Sieg in Dienst gestellt werden. Die Einweihung des Bootes fällt damit genau in eine Zeit, in der es bei uns in der Region vermehrt zu Badeunfällen kommt. Mehrere Menschen haben bereits in dieser Saison ihr Leben in den Flüssen und Seen des Landes verloren. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die DLRG Rhein-Sieg mit dem "Rheindrachen" noch effektiver und schneller Menschen retten kann.

Praktischer Standort Mondorfer Hafen

Das neue Boot hat seinen Standort im Mondorfer Hafen und ankert in unmittelbarer Nähe vom "Ruderclub am Kopernikus Gymnasium". Damit befindet es sich in Nachbarschaft der Boote der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuz (DRK) und der Feuerwehr. Bei Bedarf und Alarmierung der Rettungsleitstelle kann das Boot von den DLRG-Ortsgruppen des Rhein-Sieg-Kreises sofort genutzt werden, um schnelle Hilfe zu leisten.

Der "Rheindrache" wurde von der Troisdorfer Firma Pischel Bootsbau GmbH angefertigt. Das 5,20 m lange und 2,20 m breite Schlauchboot hat einen flachen Aluminiumrumpf und kann daher in flachen Gewässern fahren und einfach anlegen, ohne Schaden zu nehmen. Ein 80 PS starker Außenbordmotor verleiht dem Boot eine Spitzengeschwindigkeit von 75 Stundenkilometer. Unter anderem verfügt das Boot über eine Side-Scan-Sonar-Technik, zur Suche von Personen unter Wasser sowie diverse medizinische und technische Geräte. Neun Personen finden auf dem Boot Platz.

Spenden jederzeit willkommen

Der "Rheindrache" hat 35.000 € gekostet und wurde bei der Finanzierung von der KSK-Stiftung, dem Rhein-Sieg-Kreis, der DLRG-Strukturförderungsstiftung sowie einer Vielzahl kleinerer Spendern unterstützt. Das Boot wird bei zukünftigen Einsätzen unter anderem auf dem Rhein, Sieg und Agger von ehrenamtlichen Einsatzkräften der DRG Rhein-Sieg genutzt. Damit das auch lange so bleibt, muss das Rettungsboot jederzeit einsatzbereit sein. Das ist für eine ehrenamtliche Organisation eine große Herausforderung, da ein solches Boot selber finanziert wird. Daher ist die DLRG auf Spenden angewiesen. Interessenten können dazu unter anderem das Online-Spenden-Portal nutzen. Auf Wunsch erhalten Sie umgehend eine Spendenquittung.

„Im Rhein ertrinken in Deutschland die meisten Menschen“

Zur Bootstaufe hatten sich neben Bruno Schöneberg (Bezirksleiter DLRG) und Ingo Freier (Leiter des Bevölkerungsschutz), Pfarrer René Stockhausen sowie die Landtagsabgeordnete Katharina Gebauer eingestellt. Nach der feierlichen Einsegnung und der obligatorischen Sekttaufe mit Namensnennung startete der "Rheindrachen" zur Jungfernfahrt. Das Einsatzgebiet des Bootes wird zwischen dem Bonner Norden sowie dem Kölner Süden sein.

"Im Rhein ertrinken in Deutschland die meisten Menschen. Ich hoffe, dass der "Rheindrache" mehr Leben retten wird, als Ertrunkene zu bergen", sagte Bruno Schöneberg.

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