DRK Blutspendedienste benötigen Hilfe

Am 14. Juni 2022 war "Weltblutspendetag". Dieser Tag bot Anlass, um sich bei den zahlreichen Spender*innen zu bedanken. Ohne deren Engagement hätten Millionen von Schwerverletzten und chronisch kranken Menschen keine Überlebenschance.

DRK Blutspendedienste benötigen Hilfe

Trotz der zahlreichen Spenderinnen und Spender sind die Verantwortlichen der DRK-Blutspendedienste in diesem Jahr besorgt, da seit geraumer Zeit zu wenige Menschen Blut spenden. Laut Aussage des DRK spenden aktuell etwa 3% der Menschen in Deutschland Blut, sodass der DRK Blutspendedienst-West bereits von einem Notstand spricht.

"Das im Sommer die Anzahl der Blutspender/innen sinkt ist normal, doch in diesem Jahr erreichen wir bereits relativ früh Versorgungsengpässe. Wir blicken mit großer Sorge auf die kommenden Monate", so Stephan David Küpper, Pressesprecher des DRK.

Rückläufiges Spendenaufkommen

Verschiedene Ursachen wie die Corona-Pandemie, hohe Temperaturen, anstehende Urlaube, Feiertage sowie ein gewaltiges Reiseaufkommen sorgen seit mehreren Wochen für ein rückläufiges Spendenaufkommen, welches mittlerweile bundesweit für eine kritische Versorgungssituation sorgt.

Deshalb appellieren die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuz (DRK) sowie des Bayerischen Roten Kreuz (BRK) dringend Blut zu spenden und die angebotenen Termine im Sommer des Jahres zu nutzen. Der Engpass an Blutkonserven kann nur durch erhöhte Spendenbereitschaft verhindert werden.

3.500 Blutkonserven täglich benötigt

Im Versorgungsgebiet des DRK-Blutspendedienst West werden täglich bis zu 3.500 Blutkonserven benötigt. Eine Blutspende kann bis zu drei kranken bzw. verletzten Menschen helfen und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance geben. Besonders chronisch Kranke sowie Krebspatienten/innen sind dringend auf fortlaufende Versorgung mit Blutpräparaten angewiesen.

Zahlreiche Patienten/innen benötigen Thrombozyten (Blutplättchen), die neben roten Blutkörperchen und anderen Plasmapräparaten aus einer Blutspende gewonnen werden. Blutplättchen sind jedoch nur vier Tage lang haltbar. Aus diesem Grund ist der kontinuierliche Nachschub an gespendetem Blut so eminent wichtig.

70 Blutspender*innen unterstützten DRK am Montag

Am Montag, den 20. Juni 2022 war der DRK-Blutspendedienst West von 16:00 bis 19:30 in der Kath. Grundschule Annostraße, in Niederkassel Ort mit Unterstützung der freiwilligen Helferinnen und Helfer des DRK Ortsverein Niederkassel zu Gast. Zu diesem Termin hatten sich 70 Blutspenderinnen und Blutspender angemeldet. Unter ihnen mit Ernst Grundmann aus Lülsdorf ein Spender, der nach 168 Blutspenden altersbedingt letztmalig sein Blut spendete.

Mit Julia aus Mondorf war im Gegensatz eine junge Dame erschienen, die erst zum 5. Mal Blut spendete und vorhat weiterhin das DRK in dieser Hinsicht zu unterstützen.

Als Dankeschön gab es für die Spenderinnen und Spender ein Lunchpaket ausgehändigt.

Oberste Priorität: Sicherheit

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie hat der Schutz aller Blutspender/innen sowie der ehren- und hauptamtlichen Helfer/innen oberste Priorität. Es gilt nach wie vor die Maskenpflicht für alle beteiligten Personen und es gibt keine Ausnahmeregelung. Mehrere Desinfektionsstationen standen für die Handdesinfektion bereit. Die Sicherheitsabstände von mindestens 1,5m waren einzuhalten. Die einzelnen Spendeliegen waren mit Sicherheitsabstand aufgebaut. Lunchpakete, anstelle des Buffets, trugen außerdem dazu bei, dass die Aufenthalte möglichst kurz waren.

Anmeldungen für zukünftige Blutspendetermine unter www.blutspende.jetzt .

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