Ukraine-Hilfe-InterKultur-Niederkassel: Kennenlern-Fest in der Emmauskirche

Bei einem Kennenlern-Fest in der Emmauskirche wollte man den ehrenamtlichen Helfern, Unterstützern und Flüchtlingen die Möglichkeit geben, sich gegenseitig Kennenzulernen. Dazu waren am Donnerstag (19.05.22) alle eingeladen.

Ukraine-Hilfe-InterKultur-Niederkassel: Kennenlern-Fest in der Emmauskirche

„In Niederkassel leben von rund 300 Flüchtlingen lediglich 70 in den Notunterkünften. Die anderen Flüchtlinge aus der Ukraine sind alle in Niederkasseler Privathaushalten untergebracht“, so Franz Schellenberger, einer der Organisatoren der Ukraine-Hilfe InterKultur. Daher wollte man nun mit einer Einladung der in Niederkassel untergebrachten ukrainischen Gäste zu einem gegenseitigen Kennenlernen von ehrenamtlichen Helfern, Unterstützern und Flüchtlingen beitragen. Da war es nicht verwunderlich, dass sich viele Menschen am Donnerstagnachmittag rund um die evangelische Emmauskirche am Schulzentrum Nord in Lülsdorf versammelt hatten.

Kennenlern-Fest für Jung und Alt

Leider spielte das Wetter nicht mit, was der guten Stimmung aber keinen Abbruch tat. Anstatt im Freien traf man sich in den Räumen der evangelischen Kirche. Bei Tee, Kaffee und Kuchen, Salaten, BBQ, kühlen Getränken und Süßspeisen kam man schnell mit dem Tischnachbarn in Kontakt, während die Kinder am Stand mit der Zuckerwatte anstanden oder sich beim Kinderschminken lustige Figuren aufmalen ließen.

Bürgermeister Stephan Vehreschild begrüßte die Menschen aus der Ukraine herzlich und sagte ihnen die Unterstützung der Stadt zu. Ein besonderer Dank des Bürgermeisters galt all den ehrenamtlichen Helfern, von denen schon viele durch ihr Engagement in der Flüchtlingskrise 2015/16 zum Gelingen beigetragen hatten, so wie auch Franz Schellenberger, der nicht nur im Organisations-Team arbeitet, sondern selbst sechs Flüchtlinge in seinem Haus in Rheidt untergebracht hat.

Arbeit der Helfer

„Es ist anders als 2015, denn die Menschen sind hin und her gerissen. Einige wollen zurück, weil die Familien in der Ukraine leben, andere können sich auch ein Leben hier vorstellen“, so Schellenberger. Probleme bereiten den Helfern die fehlenden Sprachkenntnisse der Geflüchteten. Daher hat man diesmal auch wieder, wie schon 2015, ein Organigramm erstellt, um die Arbeiten reibungslos koordinieren zu können. Unterkunft, Dolmetschen, Sprache lernen, Sachspenden, Einrichtung, Begleitung, Begegnung, Öffentlichkeitsarbeit, Schülerhilfe und Arbeit, sind die Eckpunkte mit etlichen Untergliederungen. So kann sich jeder Helfer, entsprechend seinen Kenntnissen, einbringen und die Arbeit wird so auf viele Schultern verteilt. So möchte man auch verhindern, dass die Ehrenamtlichen überfordert werden. Treffen sollen in Zukunft wieder regelmäßig in den InterKultur-Cafés in Lülsdorf und Rheidt stattfinden.

Logo