Hitze im Rathaus: Welche Lösung wird es dagegen geben?

Klimaanlage oder alternative Lösungen gegen subtropische Temperaturen im Niederkasseler Rathaus? Das ist die Frage, die derzeit Verwaltung und Politik beschäftigt.

Hitze im Rathaus: Welche Lösung wird es dagegen geben?

Im Sommer ist es kein Vergnügen im Rathaus Niederkassel zu arbeiten. Das sagen nicht nur die Mitarbeiter, das bekommen auch die Besucher zu spüren. Gründe dafür gibt es viele. So ist der Sonnenschutz der Fenster nicht elektronisch regelbar und wird daher aus Versicherungsgründen am Freitagmittag eingefahren und erst am Montagmorgen wieder heruntergelassen. Durch den fehlenden Sonnenschutz ist dann am Montag das Rathaus aufgeheizt.

Unkluge frühere Entscheidungen?

Marcus Kitz (CDU) betont, dass es damals sehr unklug gewesen sei, bei der Erweiterung des Sonnenschutzes auf eine technische Lösung zu verzichten. Ob und wie man die große Glasfront im Treppenhaus gegen Sonneneinstrahlung schützen kann, darüber gingen die Meinungen auseinander.

Ralf Droske (BN90/Grüne) wandte sich an Bürgermeister Vehreschild. „Die Verwaltung der Stadt Niederkassel tut so, als gäbe es keinen Klimawandel. Sie lässt das ganze Wochenende die Jalousien oben und eine große Fensterfront unbeschattet. Und nun wollen sie einen Freifahrtschein haben, um eine Klimaanlage einzubauen und somit zwei große klimaschädliche Maßnahmen für 1.3 Millionen Euro zu kompensieren. Das ist nicht mehr zeitgemäß“, so Droske.

Das sagt der Bürgermeister

Vehreschild entgegnete, dass man, wo es möglich sei, klimatechnische Maßnahmen umsetzen werde. „Das kann auch eine Dach- oder Fassadenbegrünung sein. Trotzdem werden wir um eine Klimaanlage nicht umherkommen. Wir mussten sogar schon Trauungen absagen, weil der Raum zu aufgeheizt war“, erwiderte der Bürgermeister.

Mögliche Lösungen

Auch Anette Wickel (FDP) und Frieder Reusch (SPD) sagten, dass sie die Vorschläge von BN90/Grüne unterstützen würden, das aber jetzt erst einmal den Mitarbeitern geholfen werden müsse. Die Verwaltung wurde beauftragt, Maßnahmen zur Reduzierung der Innentemperaturen in den beiden Gebäuden zu planen und den Fachausschüssen vorzustellen. Wie Bürgermeister Vehreschild mitteilte, plane man, am südlichen Teil des Jugendamtes sechs Parkplätze zu entfernen. Die so gewonnene Fläche werde man nutzen, um hier mit Boden- und Fassadenbegrünung ein Aufheizen des Gebäudes im Sommer zu reduzieren.

Logo