Niederkasseler Kindergärten mit tollen Projekten

Spaß, Umweltschutz und soziale Fähigkeiten - das sind nur ein paar der Dinge, die in den Niederkasseler Kindertagesstätten gefördert werden. Zur Zeit gibt es aber zu genau diesen Themen verschiedene Projekte in der verschiedenen Kitas.

Niederkasseler Kindergärten mit tollen Projekten

Soziale Fähigkeiten fördern und Gewaltprävention leisten in der Kita Lenaustraße in Lülsdorf

In der Kita Lenaustraße in Lülsdorf ist diesen Monat das Programm für alle Kita-Kindern, die kommenden Sommer die Schule besuchen werden, gestartet. „Lubo aus dem All“ ist ein Programm zur Förderung der sozial-emotionalen Kompetenzen. Es wurde von Prof. Dr. Clemens Hillenbrand gemeinsam mit der Universität Köln entwickelt, beruht auf dem aktuellen Stand der Resilienz- und Präventionsforschung und ist wissenschaftlich evaluiert.

Die Kinder erleben mit Lubo eine Geschichte und begleiten ihn, in 32 Einheiten, bei all seinen Fragen und Problemen zum Thema Gemeinschaft. Ziel der Einheiten ist, den Umgang mit Gefühlen und das selbständige Lösen von Konflikten zu lernen sowie spielerisch und ressourcenorientiert sich selbst und ein positives Miteinander zu erfahren. Die Kinder und Erzieherinnen freuen sich über Lubos Besuch und auf eine gemeinsame Zeit und Erlebnisse, die die Kinder bestens vorbereiten und eine erfolgreiche Bewältigung des Schuleintritts unterstützen.

„Schlaue Füchse“ in der Kita Langgasse

Auch in der Kita Langgasse in Mondorf sind 15 Kinder in ihr letztes Kindergartenjahr gestartet. Zu ihrer ersten gemeinsamen Vorschulaktion begrüßte die Kinder ein ausgestopfter Fuchs. Die Frage „Ist der tot?“ wurde von einem Kind folgendermaßen beantwortet: „Nein, der ist nicht tot, dann wäre der doch nicht da. Der ist ausgestopft!“ „Und was ist ausgestopft?“ „Stell dir vor, du wärst jetzt ein Tier und dann würde ich so eine feste Wolle in dich reinstopfen. Das nennt man ausgestopft.“ Damit war alles gesagt und die Kinder nahmen Kontakt zum Fuchs auf. Sie streichelten ihn behutsam, und staunten über das weiche Fell. Die Pfoten wurden genau untersucht, Krallen gezählt und die Barthaare entdeckt. Besonders beeindruckend fanden die Kinder den Fuchsschweif, weil er so schön weich und kuschelig ist. Im Anschluss bastelte jedes Kind noch seine eigene Fuchsmaske. Nun waren alle bei den „Schlauen Füchsen“ angekommen.

Für die nächsten Wochen und Monate ihrer gemeinsamen Vorschulzeit, haben die Kinder ihr erstes Projekt ausgewählt: „Wir vom anderen Stern – eine Reise ins Weltall“. Außerdem wird auch das Verkehrs- und Sicherheitstraining, unterstützt durch die Verkehrspolizistin, ein Thema sein.

Außerdem in der Kita Langgasse: Eine Wildblumenwiese entsteht

Das Jahresthema der Kita Langgasse ist in diesem Kindergartenjahr "Was blüht denn da? - Insekten ein Zuhause geben". Das erste Projekt wurde bereits Ende September gestartet, denn da legten die Kinder und Erzieherinnen im Vorgarten der Kita eine Wildblumenwiese an. Zuerst musste aber die alte Grasnarbe entfernt und der Boden etwas aufgelockert werden. Mit Unterstützung des Bauhofs wurde gegraben, gekratzt und viel Unkraut entfernt bevor der Boden zur Weiterbearbeitung geeignet war. Zur besseren Aussaat wurden die Samen, eine Spende für die Kita, mit Sand vermischt.

Dann konnte es losgehen. An einem regnerischen Tag verteilten die Kinder die Samen der Wildblumenwiese im Vorgarten. Damit die Wildblumen auch gut keimen können mussten die eifrigen Helfer den Samen einkratzen und anschließend gut festtreten. Jetzt sind alle gespannt, wie sich die neu angelegte Wildblumenwiese entwickeln wird.

Artisten im Familienzentrum Pappelweg

Lange mussten die Kinder des Familienzentrums Pappelweg warten, bis das lang ersehnte Zirkus-Projekt endlich stattfinden konnte. Jetzt war es so weit und sie lernten, unter professioneller Anleitung durch die „Zirkusschule Reinspaziert“, verschiedene Kunststücke. Jeden Tag gab es etwas Neues zu erlernen. Schon am frühen Morgen warteten die Kinder ungeduldig auf die beiden „Spezialisten“ Nils und Ina von der Zirkusschule. Zum Abschluss der Woche zeigten die Kinder am Freitag, was sie alles gelernt hatten und waren sichtlich stolz auf die neu erworbenen Fähigkeiten. Neben Jonglieren mit Tüchern und dem Balancieren von Tellern, liefen die Kinder auch über Scherben und standen wie ein Fakir auf dem Nagelbrett. Eine schwierigere Disziplin war das Balancieren auf dem „Hochseil“, das viel Gleichgewicht und Mut forderte. Die kleinen Clowns führten mit einer Begeisterung die Erwachsenen an der Nase herum.

Doch das Projekt ist noch nicht zu Ende. Die Fachkräfte werden mit den Kindern gemeinsam geeignete Materialien herstellen. Außerdem hat der Bewegungsraum die besten Voraussetzungen um das Thema weiter zu vertiefen.

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