Gemeinschaft auch während der Pandemie - „Gemeinde in contact“

Ein Projekt der Katholischen Pfarreiengemeinschaft Siegmündung

Gemeinschaft auch während der Pandemie - „Gemeinde in contact“

Kontaktbeschränkungen, Abstand halten und zuhause bleiben führen auch manchmal dazu, dass man sich im eigenen Hausstand auf die Nerven geht, einem die Decke auf den Kopf fällt oder man zu vereinsamen droht. Die Katholische Pfarreiengemeinschaft Siegmündung hat deshalb das Projekt „Gemeinde in contact“ entwickelt, um einen Rückzugsort oder auch einen Ort gegen die Vereinsamung zu schaffen. St. Dionysius, St. Laurentius, St. Lambertus und St. Adelheid sollen Anlaufstellen zum Auftanken sein, Kontakt und Austausch ermöglichen, offen und einladend sein für jedermann und jederzeit. Die Menschen sollen wieder ein Gefühl von Gemeinschaft vermittelt bekommen, in der sie sich gegenseitig ermutigen, aber auch einander an Sorgen und Ängsten anteilnehmen lassen können.

Mit diesen Gedanken wurde das Projekt „Gemeinde in contact“ kurzfristig schnell umgesetzt. Es wurden 3 erste Kontaktmöglichkeiten für alle Kirchenbesucher vorbereitet:

1. Austausch-Pinnwand mit Gedankenstreifen

Besucher können sich zu ihrem Thema passende Streifen aussuchen, beschriften und für die nachfolgenden Besucher an die Pinnwand heften oder aber sich durch das Lesen bereits angepinnter Gedanken inspirieren lassen. So kann man über seine Ängste, Sorgen, aber auch seine Träume und guten Lockdown-Strategien „corona-sicher ins Gespräch“ kommen.

2. Fürbittkasten

In eine verschlossene Holzbox können Beter Ihre Anliegen einwerfen. Der Nutzer kann eine ausformulierte Fürbitte schreiben, aber auch nur Stichworte sind völlig ausreichend. Ein/e Verantwortliche/r schaut regelmäßig nach und leert die Box. Aus den Stichpunkten werden ganze Sätze formuliert. Alle Gebetsanliegen werden dann in einer der nächsten Messen verlesen und als Fürbitte von der Feiergemeinde vor Gott getragen, auch, wenn der Beter selbst aus guten Gründen zur Zeit keinen Gottesdienst besucht.

3. Klagemauer

Aus Hohlsteinen befindet sich in allen Kirchen eine errichtete Mauer (in Anlehnung an die Gebetspraxis an der Jerusalemer Tempelmauer). Die Hohlräume können durch kleine Briefzettel mit persönlichen Anliegen (Klagen) gefüllt werden, die nicht öffentlich vorgetragen werden sollen. – Diese Zettel werden regelmäßig ungelesen eingesammelt und zu einem geeigneten Anlass verbrannt (z. B. im Osterfeuer).

Das ist nur der Anfang. Langfristig gibt es auch noch weitere Ideen, um das Angebot „Gemeinde in contact“ weiter auszubauen, zum Beispiel Bastelideen für Kinder, die später wieder eingesammelt und dann in oder an den Kirchen ausgestellt werden, Impuls-Postkarten zum Mitnehmen und Weiterverschenken oder digitale Angebote wie Zoom-Bibliolog oder -Bibelgespräch zu den liturgischen Texten der Woche.

Außerdem:

Seit Anfang Februar haben zum Beispiel Ehrenamtliche des Lotsenpunktes die Aktion Besuchstelefon begonnen. Sie rufen pro aktiv ältere Menschen an (sofern die Nummern im Telefonbuch stehen) und nehmen sich Zeit für ein Gespräch. Manchmal reicht ein Telefonat und manchmal bilden sich auch Telefonpatenschaften. Hieran will die Pfarreiengemeinschaft Siegmündung mit „Gemeinde in contact“ anknüpfen. Wenn Sie angerufen werden möchten, dann können Sie uns auch Ihren Anrufwunsch mit Ihrem Namen und Telefonnummer in die Fürbittbox werfen.

Das Pastoralteam wünscht sich weitere Anregungen, aber auch mehr Unterstützer, die die Ehrenamtlichen der Anfangszeit ergänzen und entlasten. Nur so kann „Gemeinde in contact“ auch lebendig bleiben und sich als Anliegen des Katholischen Kirchengemeindeverbands Siegmündung weiterentwickeln und fest installieren. Wenn Sie sie unterstützen möchten oder eine Idee zu der Aktion haben und umsetzen wollen, dann melden Sie sich gerne bei der Engagementförderin, Alice Seufert per Mail seufert@kath-sieg-muendung.de oder telefonisch unter 0151 654 742 10.

„So könnten sich aus anfänglich vier kleinen Kontaktecken vielleicht zukünftig Kontakt-Räume entwickeln, in denen über Liturgie hinaus Begegnungen zwischen Gott und den Menschen geschehen kann. Und das hoffentlich wieder bald in Präsenz von vielen Interessierten mit Gemeinde zum Anfassen und Erfahren! So könnten wir hier an der Siegmündung zu einer noch lebendigeren Gemeinde werden, die ihren eigenen Zukunftsweg sucht und geht – im guten Kontakt mit den Menschen und der Botschaft Jesu Christi“, so Jennifer Moormann.

Bitte beachten Sie: Natürlich gelten für die Kontaktecken in St. Dionysius, St. Laurentius, St. Lambertus und St. Adelheid die Hygieneregeln wie zu den Messen: Desinfizieren, Maske, Abstand. Bitte nutzen Sie die Besuchsmöglichkeit von „Gemeinde in contact“ zu den Öffnungszeiten der Kirchen und vermeiden Sie die Zeiten kurz vor und nach den Gottesdiensten!

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