KG Rut Wiess Ranzel: Sessionseröffnung und 50-jähriges Jubiläum

Am Freitagabend (04.11.22) feierte die KG Rut Wiess Ranzel einen tollen Sessionsauftakt mit vielen Gästen in der Aula des KGNs. Ein buntes Programm sorgte für ausgelassene Stimmung.

KG Rut Wiess Ranzel: Sessionseröffnung und 50-jähriges Jubiläum

Im Januar 1973 gründeten 11 Ranzeler Bürger die Karnevalsgesellschaft Rut Wiess Ranzel, deren Mitglieder somit in dieser Session auf 50 närrische Jahre zurückblicken können. Viel hat sich verändert in den fünf Jahrzehnten, geblieben ist die Freude und Begeisterung am Fastelovend, vom 11.11. bis Aschermittwoch.

Sessionseröffnung in Ranzel

Fester Programmpunkt ist daher auch immer die Sessionseröffnung, mit der Proklamation der jeweiligen Tollitäten. In diesem Jahr gab es keine Proklamation, denn Prinz Holger I. wurde schon in der letzten Session, die Corona bedingt nach vier Wochen endete, inthronisiert. Dies hinderte die KG aber nicht daran, mit einem abwechslungsreichen Programm den Beginn der fünften Jahreszeit in Ranzel zu feiern.

Zahlreiche Gäste

So begrüßte Präsident Uwe Spiller am Freitagabend, in der ausverkauften Aula des Kopernikus Gymnasiums, viele närrisch eingestimmte Besucher, u.a. Bürgermeister Stephan Vehreschild, Mitglieder des Rates der Stadt Niederkassel sowie die Landtagsabgeordnete Katharina Gebauer. Auch Abordnungen aller Karnevalisten aus den anderen Stadtteilen Niederkassels kamen zur Sessionseröffnung nach Ranzel, darunter auch das Rheidter Dreigestirn mit Prinz Tobias III. (Langer), Bauer Marcus (von Scheid) und Jungfrau Anni (Stefan Wirts), denn das Trio aus dem Süden startete erst einen Tag später in die neue Session.

Als Eisbrecher des Abends kamen „Heinz und Rudi“ auf die Bühne. Als Heinz noch aus einer italienischen Oper sang, fertigte Rudi mit Hilfe eines Zollstocks unglaubliche Formen und Kreationen an und auch sonst bot das Duo viele Überraschungen.

Prinz Holger I.

Dann endlich, der lang erwartete Augenblick. Das Publikum erhob sich, denn Prinz Holger I., die 54. Tollität der KG Rut Wiess Ranzel, hielt mit großer Entourage Einzug und brachte dabei den Zeitplan durcheinander, weil er gleich zweimal durch die Aula zog. Natürlich sollte ein Prinz auch singen können. Beim Prinzenlied, „E Leeve Lang“, im Original von den „Höhnern“, sangen die Besucher lautstark mit und lagen sich schunkelnd in den Armen.

Weiteres Programm

Getreu dem diesjährigen Motto der KG: „Der Zug des Lebens“, gab es dann jede Menge Überraschungen. So zum Beispiel beim Einmarsch aller Ranzeler Ex-Tollitäten, den Auftritten der kleinen und großen Tanzgarden, sowie den „Jeck Street Boys“ und „Cologne unplugged“.

Unterhaltsam kann auch sein, wer der Gruppe Ü90 angehört, so wie Oma Änne. Die alte Dame hatte sich aus der Seniorenresidenz in Lülsdorf verdrückt, um den Besuchern Storys aus 50 Jahren Rut Wiess Ranzel zu erzählen. So vom Prinzen, der vom Pferd fiel, einer Polonaise durch einen Linienbus oder der Geschichte vom Prinzen, dessen Prunkkutsche beim Veilchendienstagszug einen Achsbruch erlitt und der dann auf dem Bauhofwagen seine Fahrt fortsetzen musste.

Nach dieser Nostalgiereise folgten Tanzauftritte der „Rosa Fünkchen“ und der Show-Tanzgruppe „Rhytmocada“. Den Schlusspunkt unter einen abwechslungsreichen Abend setzte dann Mathias Nelles mit einem kölschen Mitsingkonzert.

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