In Ranzel jeht et widder los: Feierliche Proklamation von Prinz Holger I. (mit Video)

Mit einem Jahr Verspätung betrat Holger I. am Freitagabend die Aula des Kopernikus Gymnasiums und wurde von den rund 400 Jecken begeistert empfangen.

In Ranzel jeht et widder los: Feierliche Proklamation von Prinz Holger I. (mit Video)

Wenn die Regentschaft von Prinz Holger I. (Adenheuer) so verläuft wie seine Proklamation, dann können sich die Ranzeler Jecken auf eine jecke Session 2021/22 freuen. Mit einem Jahr Verspätung betrat Holger I. am Freitagabend die Aula des Kopernikus Gymnasiums und wurde von den rund 400 Jecken begeistert empfangen.

Gespannte Erwartung herrscht schon zu Beginn der Proklamation, als Präsident Uwe Spiller pünktlich um 19.11 Uhr die Bühne betrat. „Endlich geht es wieder los. Trotz der einjährigen Corona Pause, sind alle mit an Bord geblieben. Das gilt für unseren kommenden Prinzen Holger I., der ein Jahr im Wartestand verbrachte, genau wie für das noch amtierende Prinzenpaar, Prinz Sascha I. und Prinzessin Melanie I., die ihre Session um ein Jahr verlängert haben. So kann die KG Rut Wiess Ranzel heute Abend mit stolz ihre 54. Tollität in Folge proklamieren“, so Spiller.

Fott domet, et jeht widder los

Gemäß dem diesjährigen Sessionsmotto: „Fott domet, et jeht widder los“, startete die KG Rut Wiess Ranzel ihre 1. Sitzung in eine hoffentlich Pandemie arme Karnevalszeit. Vor dem Vergnügen stand aber eine strenge Eingangskontrolle. Zutritt zum Schulgelände hatten nur Besucher mit Eintrittskarte nach der 2G-Regel, was am Eingang zur Schule genau kontrolliert wurde. Getränke wurden in Flaschen oder Gläsern serviert. Für die Gläser der Gäste hatte man eine praktikable und coronakonforme Lösung gefunden. Jedes zurückgegeben Glas wurde weggestellt und durch ein neues Glas ersetzt. „Da wir hier keine Gläser heiß spülen können, haben wir für die Proklamation 3.500 Gläser geordert. So bekommen die Gäste mit jeder Bestellung ein neues Glas mit ihren Getränken“, so die 1. Vorsitzende der KG, Karo Braschoß. Beim Food Truck auf dem Schulhof konnten die Besucher mit Currywurst und Fritten Rut-Wies den kleinen Hunger bekämpfen.

Der erste Auftritt des Abends gehörte dem 3. Ranzeler Prinzenpaar, das die Farben der KG gleich zwei Jahre lang mit viel „Spaß an der Freud“ vertreten hat. Prinzessin Melanie I. und Prinz Sascha I. fiel es sichtlich schwer, sich von den Insignien der Macht, Zepter, Kette und Spiegel, zu trennen. Beide betonten, wie schön die zurückliegende närrische Zeit doch gewesen sei.

Holger I. erhält Insignien der närrischen Macht

Gegen 20.00 Uhr war es dann soweit, und Holger I. betrat strahlend mit seiner Equipe, dem Elferrat und den Mariellchen die Bühne. Bürgermeister Stephan Vehreschild überreichte ihm mit Zepter, Prinzenkette und dem Schlüssel zum Rathaus, die Insignien der närrischen „Macht“. Bei der Übergabe seines Geschenks an den Prinzen unterlief Vehreschild offensichtlich ein Fehler. Aus „Versehen“ überreichte er den Fanschal des FC Bayern München und nicht den Schal des 1. FC Köln an den Prinzen. Kann passieren, dachten sich wahrscheinlich viele Besucher, denn beide Vereine haben ja Rut und Wiess in ihren Vereinsfarben. Oder sollten beide Fans des FCB sein?

Der Bürgermeister stellte die Equipe des Prinzen vor. Dabei holte er aus dem Begleittross Felix nach vorne, auf den viele der jungen Damen im Saal schon ein Auge geworfen hatten. „Wer diesen jungen Mann kennen lernen möchte, melde sich bei mir, ich leite die Interessensbekundungen dann gerne weiter“, so augenzwinkernd der Bürgermeister. Prinz Holger I. hatte seine anfänglich Nervosität schnell abgelegt. „Ich bin froh, dass es jetzt endlich losgeht. Vor dem Auftritt musste ich eine Stunde im Chemieraum warten. Das war die längste Stunde meines Lebens“.

E Leeve Lang

Natürlich muss ein Prinz auch singen können. Das bewies seine Tollität dann beim Prinzenlied „E Leeve Lang“, Original von den „Höhner“ sowie beim Mottolied „Rut un Wiess“ von den „Boore“. Da wollte auch die Prinzengarde nicht abseits stehen und zeigte, dass man mit einer sehr geduldigen Trainerin auch aus Fußballern Tänzer machen kann. Weiter ging es dann im Programm mit den Auftritten der Großen Garde sowie der Showtanzgruppe „Rhytmocada“. Den Schlusspunkt unter einen perfekten Startschuss in die Session 2021/22 setzten dann die Brassband „Knallblech“ und Torben Klein, ehemals Leadsänger bei den „Räubern“. Diese Proklamation war gewiss der gelungene Startschuss in eine hoffentlich Corona freie Session, mit ganz viel „Spaß an der Freud“.

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