„Freifunken“ beim 1. FC Niederkassel

Am Dienstagnachmittag wurde der 25. Freifunkrouter an den Verein des 1. Fc Niederkassel übergeben. Die Stadt kann sich freuen, somit ein großes Netzwerk aufbauen zu können, doch was hat es damit eigentlich auf sich?

„Freifunken“ beim 1. FC Niederkassel

Freifunk? Was ist das überhaupt?

Die sogenannte Freifunk-Software sucht im Betrieb nach anderen Freifunk-Routern in der Nähe. Findet der Router in Funkreichweite einen anderen Freifunkrouter, verbinden diese sich automatisch in einem Maschen-Netzwerk, einem „Mesh“. Ziel ist es freie Netzwerkstrukturen aufzubauen. Vorzugsweise geht es darum eine Community immer wieder zu erweitern, die aus geographisch nah aneinander liegenden Betreibern, die sich oftmals zu einer Benutzergruppe zusammenschließen, entsteht. Der genaue Systemablauf des Freifunk- Routers beginnt damit, dass dieser an einen Wlan- Router angeschlossen wird und sich mit dem Freifunk- Provider verbindet. Über den neuen Router können nun Dritte, die sich in der Nähe befinden, kostenlos im Internet surfen. Bei Missbrauch besteht keine Haftung für den jeweiligen Freifunkbetreiber, da Dritte das Internet mit ihrer eigenen Freifunk-Identität nutzen. Die „Freifunk-Community“ ist Teil der globalen Bewegung für freie Infrastrukturen und offene Funkfrequenzen.

Freifunk- Router für den 1. FCN

In vielen Städten im Umkreis wird das System der Freifunk- Router bereits seit längerem angenommen und auch Niederkassel freut sich nun über den 25. Freifunk- Router.

Die Mitglieder des Stadtmarketing: Holger Adenheuer, Sebastian Fischer und Hans-Werner Klinkhammels, wurden am Dienstagnachmittag vom 1. FC Niederkassel empfangen. Anwesend war außerdem der Vorsitzende von Freifunk Rhein- Sieg e.V. Andreas Groß. Groß erklärte, dass das vorgestellte System zum einen der digitalen Spaltung entgegenwirken solle und zudem freie und unabhängige Netzwerkstrukturen aufbauen kann, sowie die digitale Teilhabe aller sichert.

Beim 1. Fc Niederkassel haben mit Hilfe des Freifunkrouters Kinder und Spieler während der Turnierpausen die Möglichkeit im Netz zu surfen, ohne ihr Datenvolumen zu verbrauchen. Außerdem führt das System zu einer Verbesserung des Empfangs an der Ortsrandanlage.

Nachdem der 2. Vorsitzende des 1. Fc Niederkassel, Marc Koch, mit Holger Adenheuer ins Gespräch kam, bot dieser dem FCN einen Router an, über den sich der Verein nun freuen darf.

Für die Umsetzung stellt nun das Stadtmarketing die ersten 50 Freifunkrouter kostenlos zur Verfügung. Der Router wird im Vereinsheim „Abseits“ installiert und schon bald wird Wlan in dem Umfeld frei zugänglich sein.

Der FCN ist nicht die einzige „Freifunk-Initiative“ in der Stadt Niederkassel. Bereits die Jugendeinrichtung „Routemaster“ in Mondorf verfügt über einen Anschluss zu dem Freifunknetz. Auch am Rathaus Niederkassel sind gleich zwei Router angebracht, die für freien Empfang bis zum Rathausplatz sorgen.

Im Allgemeinen ist das Ziel der Freifunkrouter entgegen einer digitalen Kluft zu wirken und so beispielsweise weniger technisch versierte oder älteren Menschen die Möglichkeit zu bieten, ohne große technische Schwierigkeiten freies Internet zu nutzen.

Wer die Möglichkeit hat sein Haus, Unternehmen, Geschäft oder beispielsweise eine lokale Gastronomie als Hotspot für einen Freifunk-Router zur Verfügung zu stellen und dazu einen eigenen Router besitzt, kann sich unter hwk@stadtmarketing-niederkassel.de melden.

Für machPuls! ist das Internet und auch der freie Zugang wichtig und wir sind gespannt, ob jemand schon Erfahrungen mit der Software in der Umgebung gemacht hat…?

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