Rollstuhlbasketball zu Gast in der KGS Niederkassel

Ermöglicht wurde das Projekt „Rollis@School“ durch „Handicap Kids“, eine gemeinnützige Gesellschaft, deren Ziel es ist, die Teilhabe von Kindern mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben zu unterstützen.

Rollstuhlbasketball zu Gast in der KGS Niederkassel

Das Projekt „Rollis@School“ ist ein spannendes Inklusionsprojekt für Schüler und Lehrer. Die Initiative des Rollstuhlbasketballclubs Köln 99er e.V. war unter der Leitung von Frederic Jäntsch am letzten Freitag in der KGS Niederkassel zu Gast. So konnten die Kids erstmals selbst Erfahrungen mit einem Rollstuhl als Fortbewegungsmittel und Sportgerät machen. Mit dem Sportangebot soll das gemeinsame Miteinander wie auch Spaß an Spiel und Bewegung gefördert werden. Jäntsch brachte dazu 20 spezielle Sportrollstühle mit, die nach einer kurzen Einführung von den Schülern der Klassen 1a, 3a und 3c getestet werden durften. Nach anfänglichen Schwierigkeiten fiel es den Kids mit der Zeit immer leichter Parcours zu befahren, sich blitzschnell zu drehen, sicher vor- und rückwärts zu fahren und auch zu bremsen. Mit ihren erworbenen Fähigkeiten spielten sie Fangen und schließlich auch ein richtiges Basketballspiel.

„Neue Erfahrungen von Menschen ohne Behinderung im Umgang mit Rollstühlen fördern koordinative Fähigkeiten und Kreativität gleichermaßen. Zusätzlich erfolgt eine Sensibilisierung für die Lebensbedingungen von betroffenen Mitmenschen. Durch die spielerische Auseinandersetzung mit dem Rollstuhl als Sportgerät werden Berührungsängste abgebaut; mögliche Distanzen entstehen erst gar nicht. Das gemeinsame Sporterlebnis im Rollstuhl erzeugt gegenseitigen Respekt für die jeweiligen Fähigkeiten des Gegenübers“, so Frederic Jäntsch, der als nichtbehinderter Sportler in der ersten Rollstuhl-Basketballbundesliga für die Köln 99ers spielte.

Nach der Sportstunde konnten die Schüler Fragen stellen und ihre Eindrücke schildern. Sie hatten alle viel Spaß beim Rollstuhlbasketball, doch als Jäntsch sie fragte, ob sie mit dem Rollstuhl auch bis nach Hause kämen, eine Straße überqueren oder auf dem Bürgersteig fahren könnten, wurden sie nachdenklich. Die Schüler realisierten, dass es etliche Hindernisse in Form von zu engen Bürgersteigen, hohen Bordsteinen, fehlenden Rampen oder zu engen Türrahmen gab.

Aber nicht nur für die Schüler war der Tag eine besondere Erfahrung, die auch im Unterricht noch weiter thematisiert wurde, auch für die Lehrerinnen Katrin Becker, Melanie Heller, Simone Schmitz und Carina Grommes.

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