Jede Jeck is von woanders

Am Donnerstag startete die internationalste Karnevalssitzung in ihre närrische elfte Premiere. machPuls präsentiert euch die Highlights der Multi-Kulti-Show.

Jede Jeck is von woanders

Bei 25 Veranstaltungen auf der Bühne im Bürgerhaus Stollwerk wird das Weltgeschehen seziert und in einem einzigartigen Mix aus Multi-Kulti-Satire, Karnevalslaune und einer erstklassigen Liveband zelebriert. Schauspieler und Musiker präsentieren ein dreistündiges Programm unter dem Motto „Jede Jeck is von woanders", durch das Präsidentin Myriam Chebabi, auch bekannt als „ImmiMymmi die Erste“, das Publikum führt. Sketche, Songs und Stand-up-Comedy wechseln sich in schneller Reihenfolge ab. 15 Songs, wie immer begleitet von der großartigen Immiband, 19 Sketche und acht Puppennummern werfen mal heitere, mal ernste und bisweilen auch böse Blicke auf das, was in Köln und der restlichen Welt geschieht.

Achtung Spoiler-Alarm! Hier sind die lustigsten Facts der Show:

Er und sie landen im Labor für gentechnisch optimierte Befruchtung. Sie wollen ein Kind. Und obwohl vorher scheinbar Einigkeit darüber herrscht, wie genau der Nachwuchs beschaffen sein soll, lässt sie der Wunsch nach dem perfekten Designerkind dann doch verzweifeln. Herrlich umgesetzt wurde auch der verzweifelte Versuch eines indischen Touristen, den Kölner Dom zu heiraten und diesen dann mit nach Indien zunehmen. Da hieß es statt „Mer losse dr Dom in Kölle“ nun: „Ich nehme den Dom nach Indien mit.“ Mit den Worten: „Das hätte ich auch nicht gedacht, dass hier einmal eine Bütt steht und eine Rede gehalten wird“, kündigte Präsidentin Myriam Chebabi dann Alice Eßer alias „Dat fussich Prümmsche“ an. In Reimform erfolgt die Rehabilitierung eines (völlig zu Unrecht) geschmähten und misshandelten primären Organs der Frau. Als Eßer mit dem Schlachtruf „Viva la Vulva“ die Bütt verlies, war das Publikum hingerissen und begeistert von soviel Kampfesmut. Das „Brexit“-Boot schippert gen USA, die Insel im Schlepptau („Trump dachte, England wäre Grönland“), in Fischgeschäften sind verseuchte Flossenträger der letzte Schrei („Welches Gift hätten Sie denn gerne?“) und Kim Jong-un und Konsorten sind endlich reif fürs „Arschenthebungsverfahren“. Auch die Erotik von Handys, virtueller Karneval und die Verblödung durch Influencer sind aktuelle Themen.

Fazit:

Das Ensemble aus 13 Nationen bot für das jecke Jubiläum eine grandiose Show mit vielen Bühnenbildern und opulenten Kostümen. Es wurde alternativer Karneval geboten, allerdings ohne der kölschen Urform die kalte Schulter zu zeigen.

Außerdem werden die Mitglieder der Immisitzung in diesem Jahr zum ersten Mal im Kölner Rosenmontagszug mitziehen.

Weitere Termine und Tickets für die Veranstaltung findet ihr hier: www.immisitzung.de

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