Rheinpegel auf Talfahrt: Niedrigwasser gefährdet Binnenschifffahrt

Entlang des Rheins entdecken Spaziergänger/innen und Fahrradfahrer/innen in den vergangenen Tagen zunehmend viele Landzungen im Flussbett fest, die bei normalem Wasserstand nicht sichtbar sind.

Rheinpegel auf Talfahrt: Niedrigwasser gefährdet Binnenschifffahrt

Der fehlende Regen sowie die Großwetterlage, die in den letzten Tagen mit Temperaturen jenseits der 30° Celsius brachte, sorgte dafür, dass der Rheinpegel in Bonn am Sonntag (17.07.) bei 1,39 m gemessen wurde, Tendenz weiter fallend.

Das ist nach Aussage der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) für diese Jahreszeit extrem niedrig, da auch in den folgenden Tagen keine Niederschläge zu erwarten sind.

Binnenschifffahrt gefährdet

Für die Binnenschifffahrt könnte es nach dieser Sachlage zu Problemen führen. Schiffe mit großem Tiefgang müssen ihre Ladung reduzieren und erleiden dadurch einen wirtschaftlichen Schaden. Der Schiffsführer trägt die Verantwortung für seine Fracht, da es kein generelles Fahrverbot - anders als bei Hochwasser - bei Niedrigwasser nicht gibt. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung empfiehlt allerdings einen Sicherheitsabstand von mindestens 20 cm bis zur Flusssohle.

Im Jahr 2003 hatte der Rheinpegel nach Aussage des WSV einen Pegel von 86 cm, der im Oktober 2018 mit einem Pegel von 81 cm unterboten wurde.

Logo