Nosferatu-Spinne in Niederkassel gesichtet: richtiges Verhalten, Fakten und mehr

Die Nosferatu-Spinne wurde seit dem diesjährigen Sommer immer öfter in NRW gesichtet. Inzwischen ist sie auch in Niederkassel angekommen. Wir erklären Euch alles, was Ihr über die Spinne wissen müsst und wie Ihr Euch bei Sichtung verhalten solltet.

Nosferatu-Spinne in Niederkassel gesichtet: richtiges Verhalten, Fakten und mehr

Seit einigen Wochen hört man immer häufiger von der „Nosferatu-Spinne“. Die ursprünglich nur im Mittelmeerraum lebende Kreatur hat sich inzwischen bis nach Nordrhein-Westfalen durchgeschlagen. So wurden von August bis Oktober 2022 sogar in Niederkassel mehr als 10 Exemplare gesichtet (Quelle: naturgucker.de). Im Foto seht Ihr eine Nosferatu-Spinne, die vom Niederkasseler Martin Pinior in Niederkassel entdeckt wurde.

Doch was ist das eigentlich für eine Spinne und wie sollte man sich richtig verhalten? machPuls klärt auf.

Wie gefährlich ist die Nosferatu-Spinne?

Die Nosferatu-Spinne, oder offiziell „Zoropsis spinimana“, wurde erstmals 2005 in Deutschland gesehen. Seitdem hat sie sich langsam, aber sicher weiter gen Norden ausgebreitet und wurde vor allem in diesem Jahr immer häufiger gesichtet. Ein besonderes Merkmal der Nosferatu-Spinne ist ihre Größe von bis zu 8 cm (mit Beinen), was im Vergleich zu heimischen Arten recht groß wirken kann. Des Weiteren ist die Spinne für ihren giftigen Biss bekannt. Zwar sind fast alle Spinnen giftig, doch nur sehr wenige schaffen es, durch die menschliche Haut zu beißen. Hier kann jedoch sofort Entwarnung gegeben werden, denn das Gift der Nosferatu-Spinne ist für Menschen nicht lebensbedrohlich. Ein Biss der Zoropsis spinimana ähnelt einem leichten Wespenstich. Außerdem beißt die Spinne wohl nur zu, wenn sie gereizt ist.

Noch mehr Fakten

Die Nosferatu-Spinne gehört zur Familie der Kräuseljagdspinnen. Sie ist zwar eine Webspinne, fängt ihre Beute aber nicht mit Netzen, sondern am Boden. Durch spezielle Hafthaare an den Beinen kann sich das Tier sogar an senkrechten Glasscheiben festhalten. Ihr natürlicher Lebensraum sind lichte Wälder, in denen sie sich tagsüber unter Steinen und Rinde verstecken kann. Hier in Deutschland wird sie bisher vor allem in Gebäuden gefunden, wo die Temperaturen wärmer und beständiger sind.

Das richtige Verhalten

Da für den Menschen keine große Gefahr und, außer bei einer Allergie, auch keine gesundheitlichen Probleme von der Nosferatu-Spinne ausgehen, muss man nicht besonders vorsichtig beim Umgang mit ihr sein. Wenn das achtbeinige Tier trotzdem nicht in seiner Wohnung haben will, der sollte bei einem Fund die Spinne mit einem Glas und einem Stück Papier aufnehmen, sie nach draußen bringen und dann ein Stück gehen, bevor die Spinne wieder abgesetzt wird, da sie sich sofort einen neuen Unterschlupf suchen wird und nicht erneut in der Wohnung landen soll.

Spinnen-Sichtung melden

Um die die aktuelle Verbreitung der Nosferatu-Spinne besser verfolgen zu können, sollte eine Sichtung dieser Spinnenart bei den Nabu-Naturguckern HIER gemeldet werden.

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