Erneut Eichenprozessionsspinner in Niederkassel gefunden

Schon im letzten Jahr hatten wir im Stadtgebiet mit den Raupen zu kämpfen. Nun wurden erneut an wenigen Orten Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea precessionea) entdeckt. Die Stadt kümmert sich darum, die Ausbreitung der Tiere zu verhindern.

Erneut Eichenprozessionsspinner in Niederkassel gefunden

Diese Raupen des Eichenprozessionsspinners besitzen Brennhaare, um sich vor Fressfeinden zu schützen. Diese Brennhaare können allerdings auch bei Menschen zu starken Reizungen, allergischen Reaktionen und beim Einatmen zu Husten und Atemnot führen. Nach der Häutung der Raupen verbleiben die Brennhaare im Nest und können mit dem Wind verteilt werden. Sie sind mikroskopisch klein und werden daher nicht wahrgenommen. Um das Ausbreiten im Stadtgebiet zu mindern und die Bürgerschaft zu schützen, wurde direkt Kontakt mit einer Fachfirma aufgenommen, welche die bekannten Nester bereits entfernt haben beziehungsweise noch entfernen werden.

Interessante Fakten über den Eichenprozessionsspinner:

Wie der Name schon sagt werden vorwiegend Eichen besiedelt. Dabei werden besonders die heimischen Eichen (Stieleiche und Traubeneiche) bevorzugt. Sollten jedoch diese Eichen nur in geringen Mengen vorkommen werden auch nichtheimische Eichenarten, wie zum Beispiel die Roteiche befallen. Der zweite Teil des Namens bezieht sich auf die Art der Fortbewegung der Raupen. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners wandern in einer Prozession dicht an dicht und häufig in mehreren Reihen nebeneinander zu neuen Bäumen oder zu den Fraßstellen im Baum.

Die Nester des Eichenprozessionsspinners können je nach Individuen Anzahl bis zu einem Meter lang sein. Gewöhnlicher sind jedoch mehrere kleinere (ca.10-30 cm) Nester in einem Baum. Die Nester befinden sich an wettergeschützen Stellen des Stammes und an Starkästen. Die Raupen wandern nachts zu den Blättern um zu fressen und verbringen den Tag in den Nestern.

Was tun, wenn man ein Nest findet?

Solltet Ihr ein solches Nest finden, haltet Ihr bitte Abstand und meldet den Standort dem Umweltamt unter umweltamt@niederkassel.de oder unter 02208/9466-813.

Bei Fundorten auf Privatbesitz wendet Ihr Euch bitte für weitere Informationen an Fachfirmen. Das Entfernen ohne die nötige Schutzausrüstung führt zu teilweise gravierenden gesundheitlichen Symptomen wie zum Beispiel Atemnot.

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