Wintermüdigkeit und Saisonal Abhängige Depression: Was man dagegen tun kann

Das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises informiert über Wintermüdigkeit und die Saisonal Abhängige Depression (SAD), die aufgrund von zu wenig Tageslicht und Bewegung ausgelöst werden können, und gibt Tipps, was dagegen helfen kann.

Wintermüdigkeit und Saisonal Abhängige Depression: Was man dagegen tun kann

„Jetzt erst recht: Licht tanken und sich draußen an der frischen Luft bewegen! Das ist das wirksame Rezept gegen Wintermüdigkeit und Herbstdepressionen“, animiert Dr. Rainer Meilicke, Leiter des Gesundheitsamtes des Rhein-Sieg-Kreises. Denn: wer sich in der zunehmend dunklen Zeit nur drinnen aufhält und sich nicht bewegt, hat kaum eine Chance den Nachwirkungen der vermehrten Ausschüttung des Hormons Melatonin zu entgehen. Dieses wird aufgrund des fehlenden Tageslichts ausgeschüttet und sorgt für größeres Schlafbedürfnis.

Saisonal Abhängige Depression (SAD)

Doch mangelnde Bewegung und weniger Tageslicht können nicht nur für einen melancholischen Herbst-Winter-Blues sorgen sondern eine Saisonal Abhängige Depression (SAD) befördern. Darum: Raus an die frische Luft, am besten um die Mittagszeit herum! „Auch wenn man die Sonne nicht sieht, sie ist da!“, weiß Dr. Rainer Meilicke.

Alternative: Lichttherapie

Eine andere Möglichkeit, dem Herbst-Winter-Blues oder einer SAD entgegenzuwirken ist eine Lichttherapie. Entsprechende Lampen gibt es im Fachhandel zu kaufen. Die Lichtquelle sollte dazu möglichst 10.000 Lux stark sein und darf nicht weniger als 2.500 Lux haben. Zum Vergleich: normale Zimmerbeleuchtung beträgt ca. 300 bis 500 Lux, ein heller Sonnentag kann aber bis zu 100.000 Lux strahlen.

Hilfe bei Depression

Wer dennoch befürchtet, eine Depression zu bekommen, sollte einen Facharzt beziehungsweise eine Fachärztin aufsuchen. Weitere Informationen gibt es auf der Seite des Deutschen Bündnisses gegen Depression, dessen Regionalbündnis Bonn/Rhein-Sieg auch das Kreisgesundheitsamt angehört (www.buendnis-depression.de). Hilfsangebote im Rhein-Sieg-Kreis bestehen bei den vier regional zuständigen Sozialpsychiatrischen Zentren und auch bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle des Rhein-Sieg-Kreises in Troisdorf.

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