Wer kennt die Blaugrüne Mosaikjungfer? Wir nicht - deshalb hat machPuls nachgeforscht!

Die Heinz Sielmann Stiftung vergibt seit 2010 die Auszeichnung zum Gartentier des Jahres. Im letzten Jahr gewann die Dunkle Erdhummel den Publikumspreis. In diesem Jahr standen sechs Gartenteichbewohner zur Wahl.

Wer kennt die Blaugrüne Mosaikjungfer? Wir nicht - deshalb hat machPuls nachgeforscht!

Der Gewinner der diesjährigen Publikumsabstimmung ist die Blaugrüne Mosaikjungfer, eine der häufigsten Großlibellen in Deutschland. Sie gehört zu Familie der Edellibellen und hat eine Körperlänge von 8cm. Ihre Flügelspannweite kann bis zu 11cm weit werden und somit gehört die Mosaikjungfer zu den größten lebenden Libellen.

Libellen sind eine Erfolgsgeschichte der Evolution!

Libellen sind Urtiere. Es gab sie schon vor 358 bis 298 Millionen Jahren. Damals waren Libellen aber noch um einiges größer. Fossilien zeigen eine Flügelspannweite von bis zu 72cm. Der Körperbau und die Lebensweise der Libellen haben sich in den letzten 150 Millionen Jahren aber kaum verändert.

Wie sieht so eine Blaugrüne Mosaikjungfer eigentlich aus?

Den Rücken der Libellen zieren ovale grün gefärbte Flecken. Allerdings sind diese bei Männchen und Weibchen nicht gleich. Die Flecken auf dem Hinterleib der Männchen sind eher blau und grün und bei den Weibchen sind die Flecken braunschwarz-grün.

Die Mosaikjungfer hat große Facettenaugen, die aus bis zu 30.000 Einzelaugen bestehen. Da kann ihr wohl nichts entgehen. Zusätzlich befinden sich noch drei kleine Punktaugen auf der Kopfoberseite. Diese sind für Gleichgewicht und schnelle Flugbewegungen da.

Die Libellenart ist außerdem ein geschickter Jäger. Sie fängt ihre Beute (Mücken, Fliegen, andere Fluginsekten) im Flug.

Fun-Fact

Libellen können wegen ihrer unabhängigen Anordnung der Flügel auch rückwärts fliegen und in der Luft stehen bleiben.

Wenn ihr eine Blaugrüne Mosaikjungfer oder eine andere Libelle bei euch im Garten seht, und das kann durchaus vorkommen, vor allem wenn man einen Teich im Garten hat, dann braucht ihr keine Angst zu haben, sie euch von Näherem anzuschauen, DENN Libellen sind super harmlos! Sie sind nicht giftig und stechen auch nicht.

machPuls sagt: ab in den Garten und mal genau hinschauen, was die Natur so zu bieten hat!

Mehr zur Stiftung:

Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Prof. Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Unter dem Leitsatz „Vielfalt ist unsere Natur“ verfolgt sie vier Ziele:

1. Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen

2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten

3. Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren

4. Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms bewahren

2016 hat die Heinz Sielmann Stiftung als erste private Stiftung einen Nachhaltigkeits-Report nach GRI Standard veröffentlicht. Die Stiftung verwendet jährlich rund 8 Mio. EURO für Natur- und Artenschutzprojekte, für Umweltbildung sowie Öffentlichkeitsarbeit.

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