Papiermaulbeerbaumfrucht oder Coronavirus?

Die Früchte des Papiermaulbeerbaums sehen dem Coronavirus auf den ersten Blick verblüffend ähnlich.

Papiermaulbeerbaumfrucht oder Coronavirus?

Der Papiermaulbeerbaum trägt sehr außergewöhnliche Früchte. In der zur Zeit herrschenden Corona-Pandemie könnte der ein oder andere vermuten, dass die Frucht etwas mit dem Virus gemein hat, sehen sie sich auf den ersten Blick doch verblüffend ähnlich. Aber dem ist nicht so. Der Papiermaulbeerbaum gehört zur Gattung der Maulbeergewächse. Die Pflanze ist unter anderem in China, Myanmar und Kambodscha heimisch. Charakteristisch für diese Art ist die sogenannte Zweihäusigkiet. Das bedeutet, dass männlich und weibliche Blüten auf unterschiedlichen Bäumen vorkommen. Im Botanischen Garten in Bonn gab es bislang nur männliche Bäume. Ein vor wenigen Jahren gepflanztes weibliches Exemplar trug in diesem Jahr erstmals Früchte. Aus der Rinde der Bäume kann Papier hergestellt werden und die großen Blätter sind dreiteilig geklappt und behaart. Die Blüten sehen ungewöhnlich aus. Aus kugelrunden Gebilden werden einzelne Griffel herausgeschoben. Das Fruchtfleisch schmeckt etwas süßer und ist etwas saftiger als eine Feige. Es handelt sich also „nur“ um eine Laune der Natur, der man getrost ohne Mund-Nasen-Schutz entgegen treten kann.

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