Keine Bürgerpflanzaktion bei neuen Fruchtbäumen

Die Fruchtallee nimmt Formen an - auch ohne Beteiligung der Bevölkerung

Keine Bürgerpflanzaktion bei neuen Fruchtbäumen

Eigentlich sollte es am 28.März eine große Bürgerpflanzaktion werden. Leider wurde dies durch das derzeitig grassierende Virus „Covid 19“ verhindert. Daher pflanzten die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs der Stadt Niederkassel bereits letzten Freitag die ersten Bäume und Sträucher der Fruchtallee am Rheindamm zwischen dem Niederkasseler Klärwerk und der Rheidter Panzerstraße.

Fahrt aufgenommen hatte die Aktion durch die finanzielle Unterstützung des Schäl-Sick-Orchestra, die den Reinerlös und die Spenden von 4.450 Euro des 10. Niederkasseler Adventabends zur Verfügung stellten. „Mit dem 10. Niederkasseler Adventsabend wird die Bürgeraktion „Fruchtallee" der Stadt Niederkassel zum Klimaschutz unterstützt. Für diese Aktion legt die Stadt Niederkassel auf 2000 qm am Rhein eine Obstbaumallee zusammen mit den Bürgern an“, so Michael Krampe, Sänger der Gruppe im vergangenen Jahr.

Früchte to go

Auf der 2.000 qm großen Parzelle stehen nun die ersten Obstbäume und Obststräucher, noch unbeachtet von Joggern und Spaziergängern, was sich aber im Laufe der Jahre ändern wird. Denn wenn die Äpfel-, Kirschen- und Pflaumenbäume oder die Obststräucher, wie Stachelbeere, Jostabeere, Felsenbirne oder der Maulbeerstrauch Früchte tragen, dürfen die Bürger die Früchte dort auch ernten. Ob einen Apfel auf die Hand beim Spazierengehen oder eine Pflückaktion mit Schulklassen und anschließender Verarbeitung im Unterricht oder privat; das gemeinsame Erleben und Pflegen der Allee soll im Vordergrund stehen. Durch die verschiedenen Sorten gibt es über das Jahr verteilt ein großes Obstangebot. Auch die Umwelt hat einen großen Mehrwert von einer solchen Allee. Die Pflanzen speichern CO2 und lagern es ein. Das Mikro- und Kleinklima wird verbessert und es werden wertvolle Lebensräume geschaffen. Die verschiedenen Gehölze haben auch verschiedene Zeitpunkte der Blüte, was den Insekten zugute kommt. Auch die Tierwelt gewinnt ein Nahrungshabitat, denn es werden nie alle Früchte gepflückt werden.

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