Das neue Schulzentrum Nord

Viele Entscheidungen für das neue Schulzentrum werden derzeit getroffen. Fest steht unter anderem, dass 130 neue Bäume gepflanzt werden.

Das neue Schulzentrum Nord

In der letzten Sitzung des Ausschusses Schulzentrum Nord, kurz vor der Sommerpause, stellte Simon Weber von der ARGE Landschaftsarchitekten Dalhaus & Engelmayer den Vorentwurf zu den Außenflächen des neuen Schulzentrums Nord vor. Vorgesehen ist hier viel Grün, auch wenn dem Bau des Campusrestaurants und der Dreifachhalle über 30 Bäume zum Opfer fallen. Erhalten werden auf jeden Fall die alten Platanen, die derzeit im Bereich der Busschleife stehen und später, durch den Neubau, schattenspendend auf der großen Freifläche vor der Mensaterrasse zum Verweilen einladen. Für die Bäume, die gefällt werden müssen, sollen rund 130 Neuanpflanzungen erfolgen, u.a. entlang der Kopernikusstraße und rund um die Fahrrad- und Autostellplätze. Auch Obstbäume werden hier angepflanzt. Die vielen Grün- und Freizeitflächen kamen bei den Ausschussmitgliedern gut an, wie auch die Aussage des Architekten, dass jedem Schüler statistisch 5 qm Fläche zur Verfügung stehen werden.

Nicht immer sind Entscheidungen einfach zu treffen

Bei der Heizungsanlage standen fünf Varianten zur Auswahl. Von der Pelletheizung, über den Gaskessel bis zur Brennstoffzelle reichten die vorgestellten Alternativen. Letztlich entschieden die Mitglieder, nach nicht immer zielführenden Diskussionen um kleinste technische Details, das mit einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe weitergeplant werden solle. Vorbei mit der Einigkeit war es dann beim Thema Notstromversorgung im Campusrestaurant. Zuvor hatte der Beigeordnete Carsten Walbröhl auf deren Notwendigkeit im Katastrophenfall verwiesen. „In Niederkassel gibt es keine Einrichtung, wo Menschen beim Auftreten ungewöhnlicher katastrophenähnlicher Situationen, einen geeigneten Rückzugsort inklusive Verpflegungsmöglichkeiten finden können“, so Walbröhl. Gemeint sind damit u.a. Evakuierungen bei Bombenfunden, eine Hochwasserlage, ein Cyberangriff auf die Strom- und Wasserversorgung oder sonstige Ereignisse, die die Menschen zwingen, ihre Häuser zu verlassen.

Noch ist die Planung nicht abgeschlossen

Während sich CDU, SPD und FDP einig waren, das ein transportables Notstromaggregat angeschafft werden solle, verlangten die Grünen eine Vertagung des Beschlusses. „Wir sind nicht dagegen, haben aber zu wenig Input“, so Tanja Schulten. Auch wollten die Grünen die Kosten von ca. 160.000 Euro nicht aus dem Etat des Schulzentrums Nord, sondern aus einem anderen „Topf“ nehmen. „Wir müssen die Chance jetzt nutzen und so weiterplanen, um für eine Notfallsituation gerüstet zu sein. Ein späterer Bau würde die Sache erheblich verteuern“, so der Apell von Walbröhl. CDU, SPD und FDP schlossen sich der Aussage des Beigeordneten an, baten aber für die nächste Sitzung um genauere Informationen. Der Ausschuss beschloss, mit elf Ja-Stimmen bei drei Enthaltungen, die Verwaltung zu beauftragen, die Planung entsprechend weiterzuführen.

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