#allefürsKlima - So liefen die Freitagsdemos in der Region

Am Freitag, den 20 September, demonstrierten zahlreiche Menschen aus aller Welt für den Klimaschutz. Wie viele sich dem dritten großen Aktionstag der Fridays for Future Organisation angeschlossen haben und, ob die Demonstration Erfolg hatte?

#allefürsKlima - So liefen die Freitagsdemos in der Region

Die Demonstration fand weltweit unter dem Hashtag „#allefürsKlima“ statt. Der 20. September wurde ausgewählt, da der Klimagipfel der Vereinten Nationen in New York bevorsteht. In Deutschland verfolgen die Organisatoren außerdem das Ziel, ein Zeichen an das Klimakabinett in die Hauptstadt Berlin zu senden, das sein Maßnahmenpaket, wie die Klimaziele bis 2030 erreicht werden können, am Freitag vorgestellt hat.machPuls berichtete.

Wie viele haben an der Demonstration teilgenommen?

Mit 10.000 Teilnehmern wurde auf der Hofgartenwiese in Bonn gerechnet. Letztendlich zählte man dort rund 15.000 Teilnehmer. In Köln waren es um die 70.000. In der Hauptstadt, Berlin, waren es sogar über 100.000 Demonstranten. Doch auch außerhalb der Großstädte wurde in kleineren Ortschaften im Umkreis demonstriert. In Siegburg sprach die Polizei schlussendlich von etwa 800 Streikenden. Die Stadt Bad Honnef hatte die Idee um 10:00 Uhr eine Radtour ab dem Bahnhof Rhöndorf, mitsamt Bürgermeister Otto Neuhoff, zur großen Bonner Demonstration zu unternehmen. Im Grunde zählte natürlich jede einzelne Aktion, die sich am vergangenen Freitag unter dem Motto #allefürsKlima mit dem Thema Umweltschutz auseinandersetzte. Insgesamt schlossen sich circa 1,4 Millionen Menschen in ganz Deutschland der Fridays for Future Bewegung an.

Wie war der Klimaprotest im Rhein- Sieg- Kreis?

Die Septembersonne strahlte an diesem Protesttag, als wolle sie die Demonstranten ermutigen und so war auch die Stimmung eher ausgelassen als aufgeladen. Trotzdem litt der Nahverkehr unter der Demonstration. In vielen deutschen Städten unter anderem auch im Rhein- Sieg-Kreis wurden Straßen blockiert und Autos davon abgehalten weiterzufahren. Wir von machPuls hatten die Möglichkeit eine Studentin, die ebenfalls auf der Hofgartenwiese demonstrierte, zu der Stimmung zu befragen:

„Ich habe die Stimmung als durchweg positiv wahrgenommen. Es waren viele unterschiedliche Altersklassen - vom Kindergarten bis zum Seniorenalter - auf der Wiese und die meisten haben eine sehr friedliche Stimmung verbreitet. Vereinzelt habe ich einige Gruppen erlebt, die den Sinn von Fridays for Future anders verstanden haben als ich. Alles in allem aber Einzelfälle!“

Tatsächlich war schon vorher bekannt, dass die Demonstration nicht länger nur in der Hand der Kinder und Jugendlichen ist. So wurden immer wieder vereinzelt die Gruppen von „Parents for Future“ und, sogar „Senioren for Future“ gesichtet. Unterstützer, wie die vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zeigten bereits im Voraus, dass die Demonstration inzwischen durchaus alters- und berufsübergreifend ist. Dementsprechend fanden sich ebenfalls Mitarbeiter der Post, der Stadtverwaltung und der Stadtwerke, Mitarbeiter der Caritas und Diakonie und der Telekom vom Münsterplatz bis zum Hofgarten ein, um den Aktionstag zu unterstützen.

Ob es demnächst nochmal einen solchen Aktionstag geben wird, wird sich zeigen. Jedenfalls gab es viele Stimmen der „Fridays for Future Germany“ Organisation, die sich bereits nicht einverstanden mit dem Klimapaket des deutschen Bundestages zeigten.

Wart ihr auch auf einer Fridays for Future Demonstration? Wir sind gespannt auf eure Kommentare.

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