Schlechte Luftqualität an Neujahr

Umweltbundesamt veröffentlicht aktuelle Messergebnisse der Region

Schlechte Luftqualität an Neujahr

Dass die Feuerwerke an Silvester Spuren in der Luft hinterlassen, ist inzwischen den meisten Menschen bekannt. Jährlich werden laut Umweltbundesamt rund 4.200 Tonnen Feinstaub durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern frei gesetzt, der größte Teil davon in der Silvesternacht. Diese Menge entspricht in etwa 25 Prozent der jährlich durch Holzfeuerungen und circa zwei Prozent der gesamt freigesetzten Feinstaubmenge in Deutschland. Immer mehr Firmen verzichten daher zum Schutz der Umwelt und zum Wohle der Tiere auf den Verkauf der Raketen und Böller. Einige Städte hatten Bereiche zu feuerwerksfreien Zonen erklärt, in denen das Abfeuern der Feuerwerke eine Ordnungswidrigkeit darstellte - beispielsweise der Bereich rund um den Kölner Dom.

Das Umweltbundesamt hat zum Start des neuen Jahres auch aktuelle Werte von Messstellen aus Bonn und Köln veröffentlicht - aus Niederkassel selbst gibt es leider keine Zahlen. Die umliegenden Bereiche zeigen, dass die Luftqualität an Neujahr in Köln-Hürth und Bonn-Auerberg schlecht und in Köln-Rodenkirchen mäßig war. Dies geht aus der Karte hervor, in der das Amt die Messwerte dokumentiert.

Die Feinstaubbelastung lag am 31. Dezember um 12:00 Uhr noch bei 18 (Bonn-Auerberg) und 16 Mikrogramm pro Kubikmeter in Köln-Hürth. Über den gesamten Tag blieben die Werte erhöht, der höchste Feinstaub-Gehalt betrug 59 (Bonn-Auerberg), 47 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft in Köln-Rodenkirchen und 65 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft in Hürth.

Erst am Neujahrsabend sank die Feinstaubbelastung wieder in den grünen Bereich. Ab 21:00 wurden in Auerberg mit „gut“ eingestufte Werte und ab dem 02. Januar um 6:00 Uhr „sehr gute“ Werte von 21 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen. In Hürth und Rodenkirchen zeigt sich ein ähnlicher Verlauf mit sehr guten Werten ab dem Morgen des 02. Januars.

Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass längere Aufenthalte bei erhöhten Konzentrationen gesundheitsschädlich sein können. Zusätzliche Reize können die Wirkung der Luftschadstoffe verstärken, so dass gesundheitliche Folgen bei empfindlichen Personen wahrscheinlicher werden können.

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