Straßenvollausbau der Kopernikusstraße vorgestellt

Umfangreiche Veränderungen der Verkehrsführung geplant

Straßenvollausbau der Kopernikusstraße vorgestellt

Die Planungen für die Erweiterung des Schulzentrums Nord gehen in die finale Phase. Der Entwurf sieht vor, dass im Bereich der derzeitigen Busschleife und der hier zuführenden Kopernikusstraße das neue Schulzentrum errichtet wird. Damit entfällt ein Teilabschnitt der Kopernikusstraße.

Die Kopernikusstraße hat die Funktion, den aus dem Norden kommenden Verkehr Richtung Süden über den Busbahnhof abzuleiten. Derzeit ist sie als Einbahnstraße errichtet, sodass die Zufahrt nur über die Markusstraße möglich ist. Die Markusstraße ist vom Abschnitt Berliner Straße bis Kopernikusstraße ebenfalls als Einbahnstraße errichtet. Entsprechend müssen die Anwohner aus dem Gebiet „In der Auen“ und „Im Lustgarten“ über die Kopernikusstraße ausfahren. Die Kopernikusstraße selber erschließt zusätzlich die Kita Markusstraße und die Kita Kopernikusstraße. Weiterhin werden eine Flüchtlingsunterkunft, ein Hundesportverein und ein Motorsportverein angedient, die jedoch nur wenig Verkehr verursachen.

Zukünftig wird auch die Erweiterung des Schulzentrums Nord durch die Kopernikusstraße erschlossen. Die Planung sieht vor, die Kopernikusstraße nach Süden abknicken zu lassen und neu an die Berliner Straße östlich der geplanten Schulerweiterung anzubinden. Die Kopernikusstraße wird eine Gesamtausbaubreite zwischen 16,65 bis 21,15 m haben und als Trennverkehrsfläche mit beidseitigem Gehweg und zusätzlich einseitigem Radweg errichtet. Dieses komplexe Bild zeigte Fabian Bongartz, vom Ingenieurbüro HeBo –Helmert und Bongartz, den Ausschussmitgliedern auf. „Dies ist eine Maßnahme mit großer Bedeutung. Mir liegt besonders die Sicherheit der Kinder am Herzen. Um die Situation gerade morgens etwas zu entspannen, werden beidseitig Haltestreifen als Kiss & Go- Plätze errichtet, sodass sich die Durchfahrtsituation etwas entspannt. Auch ist die Errichtung eines Radweges hier geboten, da eine Vermischung des morgendlichen Anlieferungsverkehrs aufgrund der hohen Anzahl der Fahrzeuge mit zur Schule fahrenden Kindern auf Fahrrädern ein sehr großes Unfallrisiko darstellt“, so Bongartz. Erschwerend bei der Planung kommt hinzu, dass nicht genügend Raum beim Straßenneubau zur Verfügung steht. Ein Eckgrundstück, das im Kurvenbereich liegt und dessen Bebauung eventuell für mehr Verkehrssicherheit sorgen könnte, steht nicht zum Verkauf. Frieder Reusch (SPD) sagte, dass er bei den Plänen eine Dominanz des Autoverkehrs sehe. „Da gehen wir nicht mit. Es kann nicht sein, dass sich die Kinder nach dem Autoverkehr richten müssen. Wir wollen dem Radverkehr den Vorrang einräumen“, so Reusch. Gereon Busch und Marcus Kitz (CDU) fanden die Planung gut und auch der von der Fahrbahn getrennte Radweg wurde positiv gesehen. Allerdings forderten sie eine wesentliche Verbesserung bei der Radwegausleuchtung.

Noch gibt es viele offene Themen. So die Einbindung des Radverkehrs von Berliner- und Markusstraße, sowie die Verhinderung eines morgendlichen Kreisverkehrs über den engen und unübersichtlichen Teil der Wohnstraße Markusstraße. Das Zeitfenster für die Bauzeit der Kopernikusstraße beträgt circa sechs Monate bei geschätzten Kosten von 1,9 Millionen Euro. Für die Bauzeit ist temporär ein Eingriff in den Straßenraum der Markusstraße und der Berliner Straße erforderlich. Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung, den Straßenvollausbau der Kopernikusstraße entsprechend der vom Ingenieurbüro HeBo erarbeiteten Planung vorzunehmen.

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