Abitur 2020 am Kopernikus Gymnasium

Unter dem Motto "Goldene 20er, mit uns kam der Boom - nach uns die Krise!“ machten die Schüler des Kopernikus Gymnasium in diesem Jahr ihr Abitur. Der Abiball musste zwar ausfallen, trotzdem gab es eine kleine aber feine Entlassfeier.

Abitur 2020 am Kopernikus Gymnasium

Allein das Abi-Motto in diesem Jahr sagte schon alles. Die Covid19-Pandemie wird allen Abiturienten, Eltern und Lehrern wohl in steter Erinnerung bleiben. Unterrichtsausfall, Homeschooling, freiwilliger Unterricht im KGN und viele Diskussionen darüber, ob eine Abiturprüfung überhaupt stattfinden solle, verlangten den Abiturienten einiges ab. Dazu gab es in diesem Jahr keinen Abigag und leider auch keinen Abiball. Dennoch strahlten am letzten Freitag 89 Abiturienten mit der Sonne um die Wette, als sie bei Temperaturen um die 30 Grad und zu Füßen Kopernikus sitzend, ihre Zeugnisse überreicht bekamen. Bedingt durch die derzeitigen Corona-Regelungen fand die Abiturientenentlassung nicht in der Aula, sondern vor dem Gymnasium statt. Jeder Schüler durfte daher auch nur von zwei Personen begleitet werden. Trotz dieser Widrigkeiten war es eine stimmungsvolle Verabschiedung in einen neuen Lebensabschnitt.

Begrüßt wurden die meist festlich gekleideten Schüler von Schulleiter Dirk Stueber und seiner Stellvertreterin Christine Richter-Hellenschmidt. Die Grußworte Stuebers galten darüber hinaus auch Bürgermeister Stephan Vehreschild, dem katholischen Pfarrer Thomas Schäfer und der evangelischen Pfarrerin Katharina Stork-Denker. Vehreschild gratulierte den Abiturienten und gab ihnen mit auf den Weg, die Gesellschaft konstruktiv für sich und unser aller Zukunft zu gestalten. „Pflegen sie Freundschaften, die sie hier gemacht haben. Das hält oft ein ganzes Leben lang“, so Vehreschild. Stueber bekannte im Rückblick auf die vergangenen Monate, dass er die Pandemie völlig unterschätzt habe. Höchst erfreulich sei es gewesen, dass die Schüler darum baten, in die Schule, auch außerhalb der Schulzeiten, zum gemeinsamen Lernen kommen zu dürfen und so die Schule als einen Ort der Geborgenheit wahrgenommen hätten, sagte der Schulleiter. Zwischen den Reden des Elternvertreters, der Jahrgangsstufenleiter und der Schülervertretung gab es stimmungsvolle Unterhaltung mit den Schülern Sofia Passamera und Niko Papadopoulos sowie einen künstlerischen Beitrag in Form eines Textes mit dem Thema „Wer werde ich sein, wenn ich die Schule verlasse?“, von Annika Reuter, einer Lehrerin, die nach vielen Jahren hochengagierter Arbeit am KGN dem Schuldienst ganz den Rücken kehrt. Die Ungewissheit des Aufbruchs in ein Leben ohne Schule verbindet sie mit den Abiturienten, und so konnte man ihren Beitrag ebenso auf sie selbst beziehen, wie auf die Absolventen. Im Anschluss an den Song, mit dem Annika Reuter ihren Beitrag abschloss, äußerten etliche Eltern der Abiturienten, dass sie sich diese ehemalige Lehrerin ihrer Kinder durchaus als Sängerin auf einer großen Bühne vorstellen könnten.

Bevor die Reifezeugnisse dann ausgeteilt wurden sagte Stueber, dass trotz Corona, mit all seinen Widrigkeiten im Schulalltag, der Gesamtdurchschnitt aller Abiturienten bei einem guten Notendurchschnitt von 2,5 läge. Die besten Absolventen sind Nazli Altuntas, Moritz von Hänisch (beide 1,0), Sascha Pütz und Jana Boltersdorf (beide 1,1). Nach der Ausgabe der Abiturzeugnisse wurden die vier Jahrgangsbesten auf der Bühne geehrt. Eine Besonderheit in diesem Jahr wartete auf das Lehrerkollegium des KGN, denn die Schüler beschenkten ihre Lehrer. Blumen, Bilder, Spiele, ein signierter Jutebeutel und ein großes Stofftier wechselten, sehr zur Überraschung und Freude der Lehrer, die Besitzer. Am Schluss der Zeugnisausgabe fielen die ersten Regentropfen, die zwar Abkühlung brachten, aber die Feier doch schneller beendeten als geplant. Der Würdigkeit und Freude des Anlasses tat dies alles dennoch keinen Abbruch und die Schüler werden sich in späteren Zeiten immer wieder an die besonderen Rahmenbedingungen ihres Abiturs erinnern.

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