Evonik will Standort Lülsdorf verkaufen

Chemiekonzern plant den Rückzug aus Niederkassel. Aktuell beschäftigt Evonik knapp 600 Mitarbeiter am Standort in Lülsdorf.

Evonik will Standort Lülsdorf verkaufen

Evonik will den Standort Lülsdorf mittelfristig in neue Hände geben. Das teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung vom 1. Oktober 2021 mit. Bis Frühjahr 2022 will das Unternehmen die weiteren Maßnahmen dazu ausarbeiten. Angestrebt werde die Abgabe des gesamten Standorts an einen neuen Eigentümer, es seien aber auch Verkäufe von Teilgeschäften an verschiedene Interessenten denkbar. Vor dem Hintergrund des regulatorisch verordneten Auslaufens der Alkoholate-Produktion in Lülsdorf habe sich der Konzern zu diesem Schritt entschlossen, um den Beschäftigten frühzeitig Perspektiven zu schaffen.

In den bisherigen Marktsondierungen haben sich laut Evonik bereits verschiedene potenzielle Investoren Interesse an dem Chemie-Standort bekundet. An dem südlich von Köln gelegenen Standort stellt Evonik mit knapp 600 Beschäftigten im Wesentlichen Alkoholate, Kaliumderivate und – im Verbund mit Anlagen im benachbarten Wesseling - Cyanurchloride her. Die Geschäfte am Standort Lülsdorf gehören zur Business Line Functional Solutions, die Teil der Division Performance Materials ist.

Was sagt die Evonik zum geplanten Schritt?

„Es ist gut, dass wir nun eine grundlegende, strategische Entscheidung zur weiteren Entwicklung des Standorts haben“, sagt Arndt Selbach, Leiter der Evonik-Standorte Wesseling und Lülsdorf. „Wir werden im Interesse der Beschäftigten alles dafür tun, möglichst zügig die konkreten Entwicklungsoptionen für Lülsdorf aufzuzeigen, um dem Standort und seinen Mitarbeitern eine klare Perspektive zu geben.“

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