Zwischen Effizienz und Gefahr - E-Scooter für Niederkassel?

Eine neue Innovation, eine neue Verordnung, neue Verkehrsteilnehmer: Wir informieren euch über die E- Scooter und wollen wissen, wie ihr die Kleinfahrzeuge beurteilt?

Zwischen Effizienz und Gefahr - E-Scooter für Niederkassel?

Wenn ihr mal wieder in Köln oder Bonn unterwegs seid, werdet ihr zahlreiche E-Scooter zu sehen bekommen. Und dass, obwohl der infrastrukturelle Ausbau dort fortgeschrittener ist, als in Niederkassel. Ob die Roller trotzdem hierzulande eine sinnvolle Alternative darstellen?

Wir von machPuls! wollen eure Meinung hören: Haltet ihr eine Einführung der E-Scooter für sinnvoll? Helft uns ein Meinungsbild zu erhalten und beantwortet die 3 kurzen Fragen:

Was genau ist der E- Scooter überhaupt?

Von außen sehen die E-Scooter aus wie City Roller, auf denen Kinder gerne in der Gegend herumdüsen. Sie verfügen über eine Standfläche, auf der lediglich eine Person stehen sollte, Lenker und Lenkstange und zwei Bremsen. Zusätzlich kommt der Elektromotor und ein Akku hinzu, was die Roller zu echten Kleinfahrzeugen macht. Gas wird über einen Drehgriff am Lenker gegeben. Inzwischen bieten sogar viele Unternehmen die E-Scooter zum Verkauf an. So gibt es beispielsweise ein Modell von BMW für fast 3000 EUR.

Uns beschäftigt allerdings in erster Linie das sogenannte „Sharing System“ der E-Scooter. Derzeit gibt es vier große Sharing-Anbieter beispielsweise die US-Firma „Lime“, die mit ihren grün-weißen E-Scootern in über 30 europäischen Städten unter anderem auch in Köln vertreten ist . Außerdem das in elf europäischen Städten mit E-Scootern vertretende amerikanische Unternehmen „Bird“, das schwedische Unternehmen „VOI“ (der momentan führende Anbieter im „E-Scooter-Sharing“) und die in der Umgebung von Niederkassel vorzugsweise genutzten E-Scooter des Start-Up Unternehmens „TIER“ aus Berlin. Das Prinzip ist einfach, ein Smartphone allerdings erforderlich. Darauf muss eine spezifische App vorhanden sein. Über diese App wird der QR-Code, der meist an der Lenkstange der Roller angebracht ist, gescannt. So wird das Kleinfahrzeug entsperrt und lässt sich in Bewegung setzen. Es gibt Gebiete, die für E-Scooter tabu sind, auch diese können mit Hilfe der App eingesehen und gemieden werden.

Gefahren wird innerhalb geschlossener Ortschaften auf Radwegen, gemeinsamen Geh- und Radwegen, bei einer Trennung von Fußgängern und Radfahrern im Bereich der Radfahrer und in Fahrradstraßen. Außerdem sollte man 18 Jahre alt sein, um den E-Scooter fahren zu dürfen.

Die Fahrt ist zudem nicht kostenlos. Deshalb sollte die Kreditkarte immer zur Hand sein, über die meist pro Minute (15 ct) gezahlt wird. Am Ende der Fahrt sollte der Roller außerdem regelkonform auf einem Parkplatz, zum Beispiel einem Fahrradständer, abgestellt werden und die Fahrt über die App beendet werden.

Seit wann sind E-Scooter zugelassen?

Es ist ein heikles Thema und es wird sicher noch einige Debatten über die bis zu 20 km/h schnellen Roller geben. Eine lange Zeit wurden E- Scooter mit 6 km/h erlaubt. Das hat sich jedoch mit der „Elektrokleinstfahrzeuge- Verordnung“ geändert. Seit dem 13.07.2019 dürfen E-Scooter beziehungsweise „stehend gefahrene Vehikel mit Halt-oder Lenkstange“, die eine Geschwindigkeit zwischen 6-20km/h erreichen legal fahren, vorausgesetzt sie verfügen über eine Betriebserlaubnis. Die Idee hinter den E-Scootern war unter anderem, dass es der Umwelt zugute kommen könnte, da Kurzstrecken mit dem Auto vermieden werden könnten.

Ist die Einführung von E-Scootern in Niederkassel sinnvoll oder zu risikoreich?

Das im Volksmunde neue „E-Scooter Gesetz“ sorgte für einige Kontroversen. Und so wirft auch euer Impuls Fragen auf. In Bonn scheint der Betrieb momentan gut zu laufen, allerdings gab es schon Unfälle, die darauf hindeuten, dass sie keine Einzelfälle bleiben. So wurde ein 69-Jähriger im Harz tot unter einem E-Roller aufgefunden und auch in den USA unterlag eine junge Youtuberin nach einem Zusammenstoß ihres E- Scooters mit einem Lastwagen letztendlich ihren Verletzungen. Außerdem besteht derzeit keine Helmpflicht, obwohl die Roller ohne Frage eine für den Fahrradweg hohe Geschwindigkeit erreichen können.

Nichts desto trotz gelten die Roller als effizient. So unterstützt beispielweise der ADAC die Nutzung von E- Scootern für Kurzstrecken.

Wir beschreiben hier hauptsächlich das Sharing System der E-Scooter, natürlich besteht für Menschen, die regelmäßig mittelweite Strecken zu fahren haben, die Möglichkeit sich einen Eigenen anzuschaffen und so, ohne Nutzung des Autos, in mittelschneller Geschwindigkeit von A nach B kommen. In Niederkassel wären E-Scooter eventuell eine gute Alternative zum Bus, da es beispielsweise keine Stadtbahn gibt und sie so eine neue Art von Fortbewegung darstellen.

Danke, für die Teilnahme! Wir freuen uns außerdem über Kommentare, die eure Meinung zu dem Thema begründen.

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