Lülsdorfer Kirmes: regenreich, aber dennoch zeitweise gut besucht

Nach drei Jahren Pause sehnten sich die Menschen in Lülsdorf wohl wieder nach einer Kirmes. So war der Besucherandrang am Freitagabend so groß wie noch nie und auch in den restlichen regenfreien Zeiten war die Kirmes gut besucht.

Lülsdorfer Kirmes: regenreich, aber dennoch zeitweise gut besucht

Durch ein Wechselbad der Gefühle gingen die Veranstalter der diesjährigen Kirmes in Lülsdorf. Schon lange bevor Bürgermeister Stephan Vehreschild am Freitagabend die Kirmes mit dem ersten Fassanstich eröffnete, tummelten sich viele Besucher rund um den Ludwigsplatz. „So voll war es am Freitagabend noch nie“, sagte Gereon Busch, der Vorsitzende des mitausrichtenden Lülsdorfer Junggesellenvereins.

Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr, LE Lülsdorf, und den Alten Herren der Spielvereinigung Lülsdorf-Ranzel war man froh, dass sich, bei gutem Kirmeswetter, nach drei Jahren Kirmes-Abstinenz die Karussells wieder drehten und die Menschen sich an den vielen Los-, Wurf- und Spielbuden drängelten.

Renovierte Grillhütte der Löscheinheit

Lange Schlangen gab es auch am „Gourmettempel“ der Freiwilligen Feuerwehr. In monatelanger Arbeit wurde die alte Grillhütte einer gründlichen Renovierung unterzogen und präsentierte sich den Besuchern nun in neuem Glanz. Ob Currywurst mit Fritten, Bratwurst oder Frikadellen, den Besuchern schien es jedenfalls hier gut zu schmecken.

Der Zacheies hatte sich in diesem Jahr einen guten Platz gesucht, um das Treiben der Besucher zu beobachten; er saß in der Bude, in der die Getränkemarken verkauft wurden.

Kirmes von Freitag bis Montag

So verheißungsvoll wie das Wetter zum Auftakt der Kirmes war, sollte es aber nicht bleiben. Samstag und Sonntag goss es zeitweise wie aus Kübeln und die Besucher blieben da lieber zu Hause. Am Sonntag, nach der Messe in der Pfarrkirche St. Jakobus Lülsdorf, legten die drei ausrichtenden Vereine am Denkmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege einen Kranz nieder. „Es ist eine gute Tradition, während der Kirmes einmal innezuhalten und der Toten zu gedenken“, so Gereon Busch. Am Montagabend dann ging es dem Zacheies an den Kragen. Der arme Kerl musste für die Sünden der Kirmesbesucher büßen und wurde den Flammen übergeben.

Fazit

Auch wenn das Wetter nicht wirklich mitspielte, so hatten die Besucher doch in der regenfreien Zeit viel Spaß. Gar nicht spaßig fanden die Veranstalter das Verhalten von einigen Gästen. „Leider haben viele, gerade jüngere Gäste, ihre eigenen Getränke mitgebracht. Das kam immer schon mal vor, aber so, wie in diesem Jahr, hatten wir das noch nie“, sagte Gereon Busch.

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