Der lange Weg der Rennkanuten bis nach Tokio

Der Weg nach Olympia wird erstmalig in der Geschichte des Sport fünf Jahre dauern. Die Kanutinnen und Kanuten des Kanu-Rennsports haben diese unfreiwillige Verlängerung unterschiedlich hingenommen.

Der lange Weg der Rennkanuten bis nach Tokio

Währende einige eine Auszeit nahmen, mussten andere, die ins Berufsleben einsteigen wollten, abwägen die Sportkarriere fortzusetzen.

In der Vorbereitungsphase im Herbst letzten Jahres waren aber alle bekannten Athleten/innen wieder an Bord, um den Weg nach Tokio erneut einzuschlagen. Seit Herbst reiste das Team des Deutsch Kanu Verband (DKV) zu unterschiedlichen Lehrgängen. Zunächst ins Allgäu (Teambuilding) danach ins Trainingslager in die Türkei und Italien. Die Sicherheitsmaßnahmen waren enorm. Regelmäßige Tests sowie völlige Abschirmung von anderen Menschen gehörten unter anderem dazu.

Im April werden in Duisburg nationale Sichtungen folgen aber noch keine Tickets für Tokio vergeben. Ende April werden zunächst die Nominierungen für den 1. Weltcup in Szeged bekannt gegeben, wo der erste internationale Vergleich stattfindet. Bis dahin wird sich die erweiterte Nationalmannschaft im Trainingslager in Kienbaum einstellen, um unterschiedliche Besetzungen auszuprobieren.

Eine Woche nach Szeged geht die Reise zum 2. Weltcup nach Barnaul im Süden Sibiriens. Falls die Ergebnisse den Erwartungen von Ungarn nicht entsprechen, besteht in der russischen Region Altai die sogenannte "Last Chance for Olympia".

Am 23. Mai des Jahres geht es ins Trainingslager nach Duisburg, wo sich das Team auf die Europameisterschaften vorbereitet. Die "Finals 2" 2021 sollen dann vom 3. und 6. Juni 2021 im Rahmen der Deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Braunschweig auf der Wedau in Duisburg sowie in Berlin stattfinden. Bei der Premiere der "Finals 2019" übertrugen ARD und ZDF circa 30 Stunden in den Hauptprogrammen von etwa 20 verschiedenen Sportarten und begeisterten damit Millionen von Fernsehzuschauern.

Anschließend steht das Trainingslager in Kienbaum (13. - 25. Juni) sowie danach in Duisburg (7. - 25. Juli) an. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt hat das IOC signalisiert, dass die Kanuten/innen des DKV nur fünf Tage vor den Wettkämpfen in das Olympische Dorf anreisen werden. Eine Akklimatisierung in nur fünf Tagen hätte für das Deutsche Team aber auch Nachteile. Aus diesem Grund werden die Bundestrainer mit den Kanuten/innen am 26. Juli 2021, acht Tage vor den ersten Wettkämpfen, ins japanische Naka reisen, welches man bereits von einem Lehrgang von vor zwei Jahren kennt. Am 2. August sollen die Wettkämpfe für die Kanuten/innen in Tokio beginnen und bis zum 7. August 2021 wird das Deutsche Team in zwölf Disziplinen um Medaillen kämpfen.

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