Vandalismus sprengt Budget der Stadt

Denkmäler müssen gepflegt und auch mal restauriert werden. Die Stadtverwaltung Niederkassel hat dafür jährlich ein kleines Budget zur Verfügung. Durch mutwillige Zerstörung und unerwartete zusätzliche Schäden reicht dieses nun bei weitem nicht aus.

Vandalismus sprengt Budget der Stadt

Im Stadtgebiet Niederkassel gibt es insgesamt 74 Baudenkmäler. 30 von ihnen befinden sich im kommunalen Eigentum. Die meisten davon sind Wegekreuze, Heiligenhäuschen und Fußfälle. Aber auch die „Alte Schmiede“ und der „Alte Turm“ in Lülsdorf, das Gemeindehaus in der Oberdorfstraße in Mondorf sowie die alten Schulen in Lülsdorf, Uckendorf und Mondorf zählen zu den kommunalen Denkmälern. Für den Denkmalschutz stehen der Stadtverwaltung jährlich 3.000 Euro zur Verfügung. Von dem Geld können Pflegemaßnahmen und kleinere Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. Sollten aber einmal größere Restaurierungsarbeiten anstehen, werden 3.000 Euro nicht reichen. Und das ist jetzt genau der Fall - entstanden allerdings zum Teil nicht durch natürlichen Verschleiß, sondern durch mutwilligen Vandalismus.

Was muss in diesem Jahr restauriert werden und welches Budget ist erforderlich?

Ein im letzten Jahr von Unbekannten in Uckendorf zerstörtes Kreuz (Elisenkreuz) muss wiederhergestellt werden. Es gibt keinerlei Hinweise über mögliche Täter. Ebenso müssen Risse in einem Wegekreuz in Weilerhof behoben und die historischen Grabsteine rund um den alten Turm in Lülsdorf restauriert werden. Die Kostenvoranschläge zwischen 26.000 und 30.000 Euro für die drei Maßnahmen sprengen das Budget der Stadt.

Was nun?

Über das Denkmalförderprogramm des Landes NRW 2020 besteht für Kommunen die Möglichkeit, für Einzelprojekte Zuwendungen von bis zu 30% der zuwendungsfähigen Ausgaben zu beantragen. Um den notwendigen Eigenanteil von rund 18.200 Euro stemmen zu können, beschloss der Ausschuss einstimmig, überplanmäßige Ausgaben für den Denkmalschutz des Jahres 2020 in Höhe bis zu 20.000 Euro zuzustimmen. Im Falle einer Förderung seitens des Landes Nordrhein-Westfalen ist somit der Eigenanteil gesichert.

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