Unsere Gesichter des Jahres 2020 (Teil 2)

Wie geht es den Niederkasselern, die beruflich unmittelbar die Auswirkungen des Coronavirus zu spüren bekommen?

Unsere Gesichter des Jahres 2020 (Teil 2)

Nach Unseren Gesichtern des Jahres 2020 (Teil 1) stellen wir euch heute weitere Niederkasseler vor, die von den Corona-Maßnahmen direkt betroffen waren.

Dr. Stephanie Spahn (30) & Michael Thiebes (33), Apotheker:

„Es stellten sich viele neue Herausforderungen in unserem Apothekenalltag. Neben der Eigenherstellung von Desinfektionsmitteln und aufwendiger Beschaffung benötigter Hilfsmittel wie zum Beispiel spezieller Schutzmasken, mussten wir unsere Abläufe umstrukturieren, um gerade unsere Kunden aus der Risikogruppe sicher und zuverlässig mit Ihren Arzneimitteln zu versorgen. Man spürte und spürt immer noch die große Unsicherheit und Ängste der Menschen in dieser neuen Pandemiesituation. Nicht nur durch die täglich neuen Informationen über das Virus, sondern auch durch die neuen Auflagen stellte es uns vor eine große Herausforderung die gewohnte Beratungs- und Informationsqualität zu halten. Der Rückhalt unseres Apothekenteams war sehr wichtig! Ohne den Zusammenhalt wäre es in dieser Form nicht möglich gewesen die Versorgung aufrecht zu erhalten!“

Kathrin Korakianitis, Inhaberin Kunstschule my-malerei:

„Während der Lockdowns musste die Malschule geschlossen werden. Dazwischen konnten Kurse stattfinden. Dafür wurden Trennwände montiert, Masken getragen und die Arbeitsflächen stets desinfiziert. Der Kontakt zu vielen Malschülerinnen und -schülern ist durch Whatsapp und Facebook geblieben. Viele mutmachende Zusprüche taten gut. Einige kauften Gutscheine, um sich nach der Krise auf einen Kurs zu freuen.“

Stefan Krengel (49), Inhaber und Boxtrainer Boxclub Rheidt:

„Wir kämpfen weiter. Für unsere Kinder, die Jugendlichen und Erwachsenen. Wir leben auch zur Zeit das vor, was wir unseren Mitgliedern vermitteln wollen: Niemals aufgeben! Wir haben uns trotz eigener Sorgen und Nöte sozial engagiert. Das hätte ich mir von mehr Leuten gewünscht, die es könnten. Beeindruckt bin ich von der Leistungssteigerung und der Solidarität vieler unserer Mitglieder. “

Helene Kolassa (37), Physiotherapeutin:

„Physiotherapie ist systemrelevant, daher konnten wir unter Einhaltung der Hygieneregeln und Tragen des Mund-Nasen-Schutzes durchgehend arbeiten, was manchmal echt eine Herausforderung war. Bei der Beschaffung von Desinfektionsmitteln, Mund-Nasen-Schutz sowie Handschuhen hat man gemerkt, dass es viele schwarze Schafe gibt, die versuchen aus der Situation Profit zu schlagen. Unsere Patienten sind sehr dankbar, dass wir die ganze Zeit für sie da sind. Für viele ist es sehr wichtig und notwendig, dass die Behandlungen stattfinden können.“

Dirk Gratzfeld (48), Veranstaltungstechniker und DJ:

„Seit Monaten habe ich keine Aufträge mehr. Für mich bedeutet das, dass mein Umsatz gleich Null ist. Aber etwas Positives hat das Ganze dann doch: Ich habe mehr Zeit für meine Familie und Freunde.“

Dieser Beitrag erschien zuerst im machPuls Magazin 1/2021. Die Statements stammen von Mitte Dezember 2020, noch vor dem 2. harten Lockdown.

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