UPDATE: Erster Coronavirusfall im Rhein-Sieg-Kreis bestätigt

38-jähriger Familienvater aus Königswinter hat sich in Bonn bei einem Kollegen oder einer Kollegin aus dem Bergischen Land angesteckt.

UPDATE: Erster Coronavirusfall im Rhein-Sieg-Kreis bestätigt

Bisher war der Rhein-Sieg-Kreis noch nicht betroffen. Jetzt ist das Coronavirus (COVID-19) erstmals auch im Rhein-Sieg-Kreis nachgewiesen worden. Das Kreisgesundheitsamt ist über das positive Testergebnis informiert worden.

Der 38-jährige infizierte Familienvater lebt in Königswinter. Er arbeitet in Bonn und hat sich dort bei einem Arbeitskollegen oder einer -kollegin angesteckt. Dieser war bereits zwei Tage zuvor positiv getestet worden, daher hatte sich der Königswinterer bei Auftreten der ersten Symptome testen lassen. Der Familie geht es gut, sie ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht infiziert.

Details zum weiteren Vorgehen erläuterte Landrat Sebastian Schuster mit den beteiligten Institutionen und Fachbereichen der Kreisverwaltung heute Nachmittag in einem Pressegespräch im Siegburg Kreishaus. Rainer Meilicke, Leiter des Kreisgesundheitsamts, erklärte dabei, dass er aus Gründen des Datenschutzes keine detaillierten Angaben machen werde. Niemand solle stigmatisiert werden. Er betonte jedoch, dass der 38-Jährige sehr umsichtig gehandelt habe. Nach Bekanntwerden des positiven Ergebnisses seines „Arbeitspartners“ war er mit seinem Auto zur Uniklinik in Bonn gefahren und hatte sich dort testen lassen. Meilicke erläuterte zudem, dass es dem Betroffenen gut gehe. Er fühle sich nicht krank, habe keine Symptome.

Sein letzter Kontakt zum Arbeitspartner hatte er letzten Mittwoch. Danach war er nicht auf der Arbeit. Sein positives Ergebnis liegen der Kreisgesundheitsbehörde seit gestern vor. Die Gesundheitsbehörden stehen im telefonischen Kontakt zu dem Mann, der sich jetzt mit seiner Familie in häuslicher Quarantäne befindet. Nun gilt es herauszufinden mit welchen Menschen er Kontakt hatte. Darüber wird aktuell ein detailliertes Tagebuch geschrieben. So können mögliche Infektionsketten eruiert werden.

In Bonn hatte es einen bisher einen Fall eines Mitarbeiters der Clemens-August Grundschule in Poppelsdorf gegeben.

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