So gehen die Niederkasseler Altenhilfen mit der Corona-Gefahr um

Die Niederkasseler Altenpflege ist bisher vom Coronavirus verschont geblieben. Doch die Gefahr einer Ansteckung ist da. machPuls hat sich umgehört, wie die Altenheime damit umgehen.

So gehen die Niederkasseler Altenhilfen mit der Corona-Gefahr um

Im Rhein-Sieg-Kreis gibt es seit Ende März die ersten bestätigten Corona-Fälle in Altenheimen, unter anderem in St. Augustin, Lohmar und Bad Honnef. Seitdem steigen die Vorsichtsmaßnahmen: Für die Einrichtungen im Rhein-Sieg-Kreis sind aufgrund der Corona-Krise besondere Verhaltensmaßnahmen notwendig; so soll beispielsweise das Essen nicht mehr im Gemeinschaftsraum eingenommen werden. „Die Einrichtungen im Rhein-Sieg-Kreis gehen sehr verantwortungsbewusst mit der Situation um“, erläutert Stephan Liermann, Leiter des Kreissozialamtes.

machPuls hat sich daher in Niederkassel umgehört und folgendes herausgefunden:

Haus Elisabeth: „Wir sind auf alles vorbereitet!“

Das Haus Elisabeth ist ein Niederkasseler Altenheim. Es liegt direkt am Rheinufer. Rathaus und Ladengeschäfte sind fußläufig zu erreichen. Doch momentan heißt es vorerst drinnen bleiben. Drinnen, das heißt für die Bewohner im Haus oder im eigenen Garten.

Es ist klar, dass sie ihre Freizeitaktivitäten extrem einschränken müssen, um im Heim niemanden zu gefährden (Einrichtungsleiterin Adelheid Paas)

Das Altenheim muss sich vor dem Coronavirus schützen. Aber wie geht das? Seit dem 13. März gibt es im Haus Elisabeth einen Besucherstopp. So soll vermieden werden, dass das Virus sich im Haus verbreiten kann. Die einzigen Personen, die kommen und gehen, sind die Mitarbeiter. Diese wären also die einzigen Überträger. „Wir haben natürlich mit all unseren Mitarbeitern gesprochen und sie noch einmal für das Thema sensibilisiert. Es ist klar, dass sie ihre Freizeitaktivitäten extrem einschränken müssen, um im Heim niemanden zu gefährden,“ so Adelheid Paas, Einrichtungsleiterin des Haus Elisabeth. Auf einen möglichen Erkrankungsfall seien dennoch alle vorbereitet. Es gäbe zwar immer noch Probleme mit zu wenigen Schutzmasken und -anzügen, aber Isolationsbereiche sind geschaffen worden. Außerdem kommen täglich Emails vom Gesundheitsamt, die Anweisungen geben, wie man sich verhalten muss. „Seit dem 13. März messen wir auch bei allen Bewohnern zweimal täglich die Temperatur. Wir wollen die Symptome möglichst frühzeitig erkennen, um dann schnell handeln zu können“, erklärt Paas weiter. „Als die ersten Erkrankungsfälle in anderen Altenheimen im Rhein-Sieg-Kreis bekannt wurden, waren wir sehr betroffen, aber die Gefahr war uns schon die ganze Zeit bewusst. Die Situation ist teilweise doch schon sehr belastend.“ Trotzdem ist die Stimmung im Haus noch positiv. Die Bewohner nehmen Angebote, wie einen Orgelspieler im Garten, dem man vom Balkon aus zuhören kann, gut an. Angehörige werden natürlich sehr vermisst, aber das Lachen konnte den Senioren noch keiner nehmen.

Vorsichtsmaßnahmen in der Seniorenresidenz Walter Esser

Auch die Seniorenresidenz Walter Esser in Lülsdorf will ihre Bewohner bestmöglich schützen. Sie bittet deshalb alle Angehörigen, Betreuer und Besucher, von Besuchen der Einrichtung abzusehen. Wolle man dennoch jemanden besuchen, soll man sich bitte, aufgrund der sich täglich ändernden gesetzlichen Vorgaben zum Besuchsrecht, vorher telefonisch über das zu dem Zeitpunkt geltende Besuchsrecht, informieren. Natürlich ist es die ganze Zeit über möglich, sich telefonisch nach dem Befinden der Angehörigen zu erkundigen.

Vergissmeinnicht Seniorenservice

Der Vergissmeinnicht Seniorenservice ist noch nicht sehr lange bei uns in Niederkassel-Mondorf tätig. Die selbstständige Krankenschwester Jennifer Meier hat ihn im Juli 2019 gestartet, weil sie im Raum Niederkassel deutliche Versorgungslücken bemerkt hat. Ihr war es wichtig einen Pflege- und Betreuungsdienst zu bieten, der sich flächendeckend um alle kümmern kann. So entstand Vergissmeinnicht. Der Seniorenservice ist darauf ausgelegt pflegebedürftige Menschen durch individuelle Hilfen im Alltag zu begleiten, zu betreuen und zu unterstützen und zeichnet sich dadurch aus, dass die Art der Betreuung sich ganz nach den Bedürfnissen und dem Wohlbefinden der zur betreuenden Person richtet.

Vergissmeinnicht begleitet ältere Menschen im eigenen Zuhause sowie im betreuten Wohnen. Ziel ist es, durch Hilfe bei der Bewältigung vieler alltäglicher Dinge, weiterhin ein selbstständiges Leben in vertrauter Umgebung gewährleisten zu können. Der Seniorenservice bietet dazu qualifizierte, stundenweise Betreuung und Unterstützung im täglichen Leben Zuhause an. Haushalt und Alltag können so einfacher bewältigt werden. Und auch bei Arztbesuchen, Spaziergängen und sonstigen Ausflügen sind die Mitarbeiter vom Vergissmeinnicht Seniorenservice gerne Begleiter. Den Vergissmeinnicht Seniorenservice macht vor allem aus, dass er sich viel Zeit für seine (Patienten) nimmt. Kostenübernahmen sind durch alle Pflegekassen möglich. Insgesamt unterstützt und berät das Team von Vergissmeinnicht wo es nur geht.

Auch in der derzeitigen Situation/Coronakrise lässt der Vergissmeinnicht Seniorenservice niemanden im Stich. Abgesehen von verstärkten Hygienevorkehrungen und der Befolgung der Regeln des Robert-Koch-Instituts, macht das Team genauso weiter wie vorher, damit jeder versorgt ist.

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