Hausärzte begannen mit Corona-Impfungen

Was Experten und Kenner des Corona-Szenariums schon lange fordern, trat nach den Osterfeiertagen endlich ein. Mit Beginn der Woche nahm die flächendeckende Impfung durch etwa 35.000 Hausarztpraxen gegen das Coronavirus Fahrt auf.

Hausärzte begannen mit Corona-Impfungen

Momentan sind die zur Verfügung gestellten Impfstoffmengen jedoch noch überschaubar, was sich aber voraussichtlich ändern wird. Zuvor wurden seit Beginn der Impfkampagne, Ende Dezember 2020, die Vakzine vor allem in den bundesweit 430 Impfzentren verabreicht.

Zunächst stehen den Ärzten in der ersten Woche gemeinsam etwa 940.000 Impfdosen zur Verfügung. Das wären rein rechnerisch circa 16 Dosen je Praxis. Ab 26. April soll es dann aber mit über 3 Millionen Dosen einen deutlichen Schub geben. Die Arztpraxen können ihr Impfkontingent jeweils Dienstag bis 12:00 Uhr bei den Apotheken für eine Woche ordern, deren Anlieferung dann Montagnachmittag der nachfolgenden Woche erfolgt, so die Vorgabe der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Auch für die Hausärzte gilt eine Prioritäten-Reihenfolge. Wie die einzelnen Praxen das handhaben, müssen sie selbst regeln (zum Beispiel über Telefon oder Online-Buchungen). Hausarztpraxen und deren Ärzte kennen ihre Patienten, die teilweise schon jahrelang bei ihnen in Behandlung sind. Sie kennen die Vorerkrankungen und "Wehwehchen" ihrer Patienten und werden demzufolge entscheiden, wer und wann zu den Impfterminen eingeladen wird.

In der Hausarztpraxis Dr. med. Destani, Facharzt für Innere Medizin sowie Facharzt für Kardiologie in Troisdorf, erhalten die Patienten nach den Vorgaben des Bundesministerium eine telefonische Einladung für einen Impftermin. Dazu ist der Impfpass sowie aus hygienischen Gründen eine Mund-Nasen-Schutzmaske mitzubringen, die während des Aufenthalts in der Praxis zu tragen ist. Außerdem ist eine Handdesinfektion sowie die Abstandsregelung zu beachten. Vor der eigentlichen Impfung ist ein Merkblatt zu lesen und zwei Fragebogen auszufüllen. Im Anschluss steht ein kurzes Gespräch mit einer Ärztin beziehungsweise einem Arzt an, dem die eigentliche Impfung folgt. Nach der Impfung sollte eine etwa 20-30 minütige Pause eingelegt werden, bevor die Praxis wieder verlassen wird. Der Termin für die Zweitimpfung erfolgt wiederum telefonisch durch die Medizinischen Fachangestellten (MFA) der Praxis.

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