COVID-19: Impfgegner nutzen Erkrankung des Niederkasselers Babiak für ihre Zwecke

Der Niederkasseler Jens Babiak ist vielen vor allem durch sein vielseitiges Engagement und zuletzt durch die Eisvogel-Schlüsselanhänger bekannt. Nun wurde eine Krankheit bewusst von Impfgegnern eingesetzt.

COVID-19: Impfgegner nutzen Erkrankung des Niederkasselers Babiak für ihre Zwecke

Nach zwei Operationen ist der in Niederkassel-Rheidt beheimatete Jens Babiak so langsam wieder auf dem Weg der Besserung. Im August letzten Jahres klagte der 53-Jährige über starke Kopfschmerzen, die eine Einweisung ins Krankenhaus zur Folge hatte, wo Babiak mit der Diagnose Hirnblutung sofort auf die Intensivstation kam. Nach einer Operation, der im November eine zweite mit anschließender Reha folgte, blickt der Tausendsassa momentan wieder optimistisch in die Zukunft.

"Ich bin wahrlich dem Tod von der Schippe gesprungen. Mein Krankheitsbild hat eine Überlebenswahrscheinlichkeit von 50%", so Babiak.

Jens Babiak - alles andere als Unbekannt

Jens Babiak aus Niederkassel, der als Angestellter in einem Baumarkt seine Brötchen verdient und oft als Fotomodel gebucht wird sowie in Fernsehserien wie "Cobra 11" und "Tatort" mitwirkt, machte auch mit seinem Schlüsselanhänger "Eisvogel" und seinen Naturfotografien auf sich aufmerksam. Der Erlös dieser Schlüsselanhänger-Aktion kam Vereinen und Einrichtungen in Niederkassel zugute. Des Weiteren ist Babiak Vorstandsmitglied des Bürgerverein Mondorf sowie Mitglied des Theaterverein 1930 Rheidt. Mit dieser vielseitigen Palette an Aktivitäten steigerte er natürlich seinen Bekanntheitsgrad in seinem Umfeld, was während und nach seiner Erkrankung in Niederkassel für Gesprächsstoff sorgte.

Und plötzlich im Visier von Impfgegnern

Plötzlich sorgte Babiak in den sozialen Medien und Messengerdienst Telegramm ungewollt für Schlagzeilen. Seine Erkrankung sei die Folgeerscheinung, der im Vorfeld durchgeführten Corona-Schutzimpfung, die vier Wochen bevor die Erkrankung ausbrach, stattfand.

"Da hieß es auf einmal meine Gehirnblutung hätte etwas mit der Impfung zu tun. Was Quatsch ist. Es gab keine offensichtliche Ursache, deshalb nahmen viele Menschen an, dann muss es an der Impfung gelegen haben, obwohl diese vier Wochen zurücklag. Da ich mich in einem kritischen Zustand befand, konnte ich kaum darauf reagieren. Insgesamt sieben Ärzte, darunter mein Schwager, ehemaliger Oberarzt in Suhl, sagten alle, dass eine Verbindung mit der Corona-Impfung äußerst unwahrscheinlich ist", so Babiak. "Es nervt mich gewaltig, dass mein Name in Verbindung mit Impfschäden gebracht wird. Davon distanziere ich mich in aller Form. Ich stehe voll hinter der Impfkampagne und werde nicht die Plattform bieten, zahlreichen Impfgegnern "Wasser auf ihre Mühlen" zu liefern. Menschen, die unsicher sind, sollen sich von ihren Ärzten beraten lassen", sagt Babiak weiter. Jens Babiak wird sich am 15. Januar des Jahres die Boosterimpfung gegen Corona geben lassen.

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