Coronavirus Fall in Bonn

An der Poppelsdorfer Clemens-August-Schule ist ein OGS Mitarbeiter erkrankt. Die Schule bleibt für zwei Wochen geschlossen. Rhein-Sieg-Kreis bereitet sich derweil auf mögliche Fälle vor.

Coronavirus Fall in Bonn

Das Coronavirus rückt näher. Jetzt wurde ein erster Fall in Bonn bestätigt. Wie das Presseamt der Stadt Bonn schreibt, handelt sich um einen Mitarbeiter im Offenen Ganztag der Clemens-August-Schule. Die Stadt Bonn informiert derzeit Eltern der Schulkinder und bittet dringend, dass die betroffenen Familien zunächst zuhause bleiben. Eltern der Schulkinder werden im Laufe des Tages vom Gesundheitsamt individuell über das weitere Vorgehen und die Möglichkeit der Testung informiert. Für Betroffene wurde eine Telefonnummer eingerichtet: 0228/7175. Das Bonner Presseamt bittet darum, nur in dringenden Notfällen die Nummern 110 oder 112 zu wählen.

Die Schule bleibt zunächst zwei Wochen geschlossen. Die 185 Schulkinder und das Lehrpersonal der Clemens-August-Schule müssen zu Hause bleiben. Sie werden alle auf das Virus getestet.

Der infizierte Mitarbeiter hatte im Raum Heinsberg Karneval gefeiert und ab Donnerstag wieder Kinder bei den Hausaufgaben betreut. Nach der Arbeit fühlte er sich schlecht und wurde freitags in der Bonner Uniklinik positiv auf den Coronavirus getestet. Er selbst hat nur leichte Symptome und befindet sich in häuslicher Quarantäne, sagt Wolfgang Holzgreve, Ärztlicher Direktor der Bonner Uniklinik.

In Heinsberg waren die ersten Corona-Fälle in Nordrhein-Westfalen bekannt geworden. In der Region stehen derzeit noch circa 1000 Menschen unter häuslicher Quarantäne. Da ein positiv getestetes Ehepaar auf einer Karnevalssitzung mit etwa 400 Personen Kontakt hatte, kam es zu den hohen Zahlen.

In Bonn gibt es derzeit zwei weitere begründete Verdachtsfälle. Die Bestätigungen stehen aus.

Rhein-Sieg-Kreis

Landrat und Bürgermeister im Rhein-Sieg-Kreis sowie Vertreter des Kreisgesundheitsamts hatten sich am Freitag etwa zwei Stunden getroffen und zum Coronavirus beraten. Es ging um einen Austausch und die Frage, wie gut man vorbereitet ist, wenn der erste Infizierte im Kreis bekannt wird. Die Bürger sollen sich zukünftig auf einer Homepage über den aktuellen Stand der Dinge informieren können. Der Kreis sei bei einer Infektion und den dann anstehenden (Quarantäne) Maßnahmen federführend, die Kommunen ausführende Organe.

NRW

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Nordrhein-Westfalen rechnet mit einem steigenden Bedarf an Coronavirus Tests. Wie viele der bis zu fünf Stunden dauernden Analysen tagtäglich vorgenommen werden, ist nicht bekannt. Allerdings wird die Anzahl der zu untersuchenden Proben wohl weiter steigen. Die Kapazitäten werden hochgefahren.

Maßnahmen: Wie kann man sich schützen

Panik und Hysterie sind fehl am Platze, aber dennoch sollte man einige Maßnahmen treffen und derzeit beachten. Zum Schutz vor einer Infektion hilft dabei vor allem eines: Hygiene! Gründliches Händewaschen und -desinfizieren sind sehr wichtig. Händeschütteln oder Küsschen zur Begrüßung sollten außerdem vermieden werden. Laut Robert-Koch-Institut ist es darüberhinaus ratsam, Großveranstaltungen und Menschenansammlungen zu meiden.

Zudem solle man - wie immer - in die Armbeuge oder in ein Taschentuch husten oder niesen, aber nicht in die Hände. Taschentücher gilt es nach einmaligen Gebrauch zu entsorgen.

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