Corona-Politik: Grundschulen hissen weiße Flaggen

Mit der Aktion, an der Schulen in ganz NRW teilgenommen haben, soll auf die Überlastung des Lehrpersonals an Grundschulen aufmerksam gemacht werden.

Corona-Politik: Grundschulen hissen weiße Flaggen

Um auf die zur Zeit herrschende Überbelastung der Grundschulen während der Pandemie hinzuweisen, starteten die Grundschulen in Nordrhein-Westfalen am Mittwoch, 26.Januar, eine Aktion und hängten weiße Fahnen in ihre Fenster. Dazu aufgerufen hatte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in NRW.

Ein deutliches Zeichen setzen

Mit der Aktion wollen die Lehrkräfte ein Zeichen setzen. Nach zwei Jahren Corona-Pandemie sind viele Grundschulen am Limit. Viele neue Aufgaben sind auf die Lehrer*innen zugekommen und bringen sie an die Grenzen der Belastbarkeit. Zusätzlich belastet der fließende Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht das Kollegium. Ausfälle von Lehrer*innen müssen kompensiert werden und stets erhalten Grundschulen neue, teilweise widersprüchliche Anweisungen. Teils lauten die Anweisungen am Vormittag noch anders als am Nachmittag desselben Tages.

Statement der Gewerkschaft

"Die Schulen fordern unter anderem Fachpersonal für die morgendlichen Corona-Tests in den Klassen, einen reduzierten Lehrplan sowie weniger Unterricht. So können Lehrkräfte und Schüler*innen, die immer öfter zu Hause in Quarantäne bleiben müssen, entlastet werden. Mit der weißen Fahne möchte man zeigen, dass die Schulen bald kapitulieren", so Michael Schulte, Geschäftsführer der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in NRW.

Niederkasseler Schulen beteiligen sich an Aktion

Zahlreiche Schulen in NRW unterstützen die Aktion der GEW, unter anderem auch die Rheidter Werth-Schule. Deren kommissarische Schulleiterin Regina Schaal spricht von einem Hilferuf. Eine Aussage, der sich die Schulleiterin der katholischen Grundschule Beckergasse, Susanne Stelzer, in Niederkassel Mondorf zu 100 Prozent anschließt.

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