12. März: Zahl der Corona-Fälle im Rhein-Sieg-Kreis wie erwartet weiter ansteigend

1 Fall in Niederkassel, 24 bestätigt Fälle im gesamten Rhein-Sieg-Kreis und 245 Personen in häuslicher Absonderung

12. März: Zahl der Corona-Fälle im Rhein-Sieg-Kreis wie erwartet weiter ansteigend

In der heutigen Pressekonferenz um 11:00 Uhr begrüßte Landrat Sebastian Schuster die Teilnehmer mit den Worten der Verlauf der Coronavirus Infektionen sei „leider wie erwartet“. Das heißt die Zahlen steigen auch bei uns - vergleichbar mit dem Rest der Bundesrepublik oder anderen Ländern. Leiter des Kreisgesundheitsamtes Dr. Rainer Meilicke erläuterte, dass sich die Zahl der Corona-Fälle seit Dienstag von zwölf auf jetzt 24 Fälle verdoppelt habe. Die derzeit beschlossenen Maßnahmen zielen darauf ab, die weitere Ausbreitung zu verlangsamen und wenn möglich zu unterbinden, damit sich die Zahlen nicht weiterhin alle drei Tage verdoppeln. Darum seien die Absagen von Veranstaltungen mit vielen Personen auch absolut sinnvoll. Um dem Kreisgesundheitsamt die Chance zu geben, die Situation zu analysieren, bleiben drei Schulen bis Sonntag geschlossen - In Ruppichteroth an der Sekundarschule Nümbrecht-Ruppichteroth, in Oberpleis am Gymnasium am Oelberg (nur heute) und in Bad Honnef am Siebengebirgsgymnasium in Bad Honnef.

Neuinfektionen bringen Herausforderungen mit sich

Die Maßnahmen in Ruppichteroth und Oberpleis auf Grundlage von Verdachtsfällen sind für die Politiker übertrieben. Nur in Bad Honnef ist ein Abiturient positiv getestet worden. Das Problem dabei: Der Schüler arbeitet nebenbei in einem Fast-Food Restaurant und als Türsteher in Köln. Er hat dabei viel Kontakt zu anderen Personen, die kaum alle zu identifizieren sind. „Es ist hier fast unmöglich alle Kontakte ausfindig zu machen“, erklärte Meilicke, „aber genau dies versuchen wir.“ Man müsse die sogenannten Sekundär- und Tertiärpersonen schützen und die Kontaktketten unterbrechen, nur so könne eine Ausbreitung gestoppt werden.Auch ein weiterer Fall im Rhein-Sieg-Kreis sei schwierig zu managen: Eine Optikerin in einem Brillenfachgeschäft im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Die Leiterin der Filiale steht in engem Austausch mit dem Kreisgesundheitsamt und managt die Situation professionell.

Nähere Angaben zu den Unternehmen und den Personen werden zum Schutz der Firmen und der Persönlichkeit nicht rausgegeben. Auf Nachfrage von machPuls wurden auch keine näheren Angaben zum bestätigten Fall in Niederkassel gegeben. Der Schutz der Person habe Vorrang, so Meilicke. „Hier geht es auch um Haftungsfragen, die jetzt aufkommen“, erläuterte Schuster die Zurückhaltung. „Ich bitte um Verständnis, dass wir keine konkreteren Daten von unserer Seite veröffentlichen“, ergänzte er.

Markus Thüren, Pressesprecher der Stadt Niederkassel, gab ebenfalls keine Informationen raus. Er verwies auf Nachfrage an die Pressestelle des Rhein-Sieg-Kreises. Man stehe im permanenten Austausch mit dieser, werde aber selbst keine Informationen veröffentlichen. Man halte sich hierbei an die Absprachen mit dem Rhein-Sieg-Kreis und belasse die Verantwortung da, wo sie hin gehört: Beim Kreis. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, nicht bei der Stadt Niederkassel anzurufen, sondern sich an den Rhein-Sieg-Kreis zu wenden.

Hotline stark nachgefragt

Die vom Rhein-Sieg-Kreis eingerichtete Bürgerhotline ist aktuell sehr stark nachgefragt. Es kann daher dazu kommen, dass man in der Warteschlange landet. Die beratende Tätigkeit rückt etwas in den Hintergrund, um Notfälle zu bearbeiten. Das Bürgertelefon des Rhein-Sieg-Kreis für akute Fragen zum Coronavirus ist täglich zwischen 08:00 Uhr und 20:00 Uhr unter der Rufnummer 02241 / 13-3333 erreichbar. Darüber hinaus hat der Rhein-Sieg-Kreis eine telefonische Ansage für Bürgerinnen und Bürger geschaltet. Sie gibt wichtige Hinweise bei Sorgen um die eigene Gesundheit. Die Rufnummer lautet 02241 / 13-3850.

machPuls hält Euch im Laufe des Tages auf dem Laufenden.

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