12 bestätigte Coronavirus Fälle im Rhein-Sieg-Kreis

Fünf weitere Coronavirus Fälle im Rhein-Sieg-Kreis bestätigt. Alle Erkrankten in häuslicher Absonderung oder im Krankenhaus.

12 bestätigte Coronavirus Fälle im Rhein-Sieg-Kreis

Die Zahl der positiv getesteten Fälle im Rhein-Sieg-Kreis ist um fünf weitere Fälle gestiegen; insgesamt sind nun 12 Personen an SARS CoV2 erkrankt. Es gibt seit Dienstag zwei neue Fälle in Siegburg, einen weiteren Fall in Much und einen ersten Fall in Troisdorf. In Niederkassel ist bisher kein Fall bestätigt.

„Wir tun alles, um den Verlauf zu verlangsamen“ (Dr. Rainer Meilicke)

Die Erkrankten sind alle durch das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises unter häusliche Absonderung gestellt worden, eine Person befindet sich im Krankenhaus. Das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises führt mit großer Intensität die Kontaktpersonenermittlung durch. „Wir tun alles, um den Verlauf zu verlangsamen“, so. Dr. Rainer Meilicke, Leiter des Kreisgesundheitsamtes. „Die Arbeit ist sehr zeitintensiv – in die Beratung von 100 Kontaktpersonen investiert man mindestens 50 Arbeitsstunden.“ Das Gesundheitsamt empfiehlt, dass sich auch Kontaktpersonen testen lassen. Hierfür stehen – nach vorheriger telefonischer Anmeldung – die Hausärzte oder aber für schwer erkrankte Menschen die Krankenhäuser zur Verfügung. „Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck an der Einrichtung einer zentralen Stelle, an der Abstriche durchgeführt werden können“, erläutert Landrat Sebastian Schuster.

Die aktuelle Lage im Rhein-Sieg-Kreis sieht derzeit (Stand Dienstag Abend) wie folgt aus:

Bestätigte Fälle: 12 (Montag waren es 7, Sonntag waren es 5)

Personen in Häuslicher Absonderung: 112 (Montag waren es 111, Sonntag waren es 50)

Die Verteilung auf den Rhein-Sieg-Kreis sieht wie folgt aus:

Alfter: 2

Bornheim: 1

Königswinter: 1

Lohmar: 1

Much: 2

Siegburg: 4

Troisdorf: 1

Landrat Schuster hatte am Dienstag nach Abstimmung mit den Fraktionsvorsitzenden entschieden, dem Beispiel verschiedener Kommunen zu folgen und bis zu den Osterferien sämtliche Ausschusssitzungen des Rhein-Sieg-Kreises abzusagen. Mit der Absage verfolgt Landrat Schuster das Ziel, Sekundärinfektionen bei den Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im Kreisgebiet zu verhindern, die mit überdurchschnittlich vielen Kontaktpersonen zusammenkommen.

Einzig die Sitzung des Kreiswahlausschusses wird planmäßig stattfinden, da sie aus rechtlichen Gründen bis Ende März durchgeführt werden muss. Offen ist noch, ob der Kreisausschuss Ende März doch tagen wird.

Wichtige Hinweise für Bürgerinnen und Bürger

Sie hatten möglicherweise Kontakt mit einer positiv getesteten Person?

Bleiben Sie zuhause und kontaktieren Sie am nächsten Werktag Ihren Hausarzt bzw. Ihre Hausärztin. Bitte nehmen Sie zunächst telefonisch mit der Praxis Kontakt auf. Sie können sich zwischen 08:00 Uhr und 20:00 Uhr auch an das Bürgertelefon des Rhein-Sieg-Kreises wenden: 02241 / 13-3333.

Sie waren in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet?

Bleiben Sie bitte zunächst zuhause und kontaktieren Sie am nächsten Werktag Ihren Hausarzt bzw. Ihre Hausärztin. Bitte nehmen Sie zunächst telefonisch mit der Praxis Kontakt auf. Sie können sich zwischen 08:00 Uhr und 20:00 Uhr auch bei unserem Bürgertelefon melden: 02241 / 13 3333.

Sie sind Fachkraft / niedergelassene Ärztin bzw. niedergelassener Arzt und hätten gerne allgemeine Hinweise?

Bitte melden Sie sich unter der Rufnummer 02241 / 13-3890. Sie ist während der Dienstzeiten besetzt – es läuft ein Band, auf dem Sie eine Nachricht hinterlassen können. Wir setzen uns dann mit Ihnen in Verbindung.

Sie haben schwerere Krankheitssymptome?

Bei schweren Symptomen wie Atemnot, Fieber über 38,5 Grad und schwerem Krankheitsgefühl wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder außerhalb der Sprechzeiten an den ärztlichen Notdienst der KV Nordrhein unter der Nummer 116117. Besprechen sie Ihre Situation auf jeden Fall zunächst telefonisch.

Sie haben leichte Krankheitssymptome?

Bleiben Sie zuhause und schonen Sie sich. Sie brauchen nicht in eine Arztpraxis zu fahren. Eine Krankschreibung kann auch telefonisch veranlasst werden.

Bitte rufen Sie nicht den Notruf 112 an - dieser steht für lebensbedrohliche Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall), Feuer und Unfälle zur Verfügung und muss für diese unbedingt freigehalten werden.

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