06. April #2: Corona-Lage im Rhein-Sieg-Kreis macht Hoffnung und Sorge zugleich

Viele Erkrankte in Altenheimen und mittlerweile zehn Todesfälle drücken die Stimmung.

06. April #2: Corona-Lage im Rhein-Sieg-Kreis macht Hoffnung und Sorge zugleich

Die Appelle, sich an die Kontaktsperre zu halten, sind offenbar auf offene Ohren gestoßen. Diese Bilanz zog Landrat Sebastian Schuster nach dem vergangenen sonnigen Frühlingswochenende. Die Bürgerinnen und Bürger hätten die Regelungen im Großen und Ganzen gut berücksichtigt. „Und die Minimierung der sozialen Kontakte zeigt Erfolg: Im privaten und beruflichen Bereich sind die Zahlen der Neuinfektionen konstant bis rückläufig“, erläutert Landrat Sebastian Schuster die Entwicklung in der Region. Die Kurve flacht ab - das Ziel der Maßnahmen wird erreicht.

Im Rhein-Sieg-Kreis sind insgesamt 799 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. In Niederkassel sind die Zahlen unklar - heute Morgen waren es 30 Fälle und 9 geheilte Personen, heute Abend sind es nun 29 Fälle und 8 geheilte Personen. Beide Szenarien zeigen 21 aktuelle Fälle. Weitere zwei Personen sind am Coronavirus gestorben - eine dritte Person aus St. Augustin und eine zweite Person aus Eitorf - damit gibt es zehn Menschen, die durch eine Infektion mit dem Coronavirus verstorben sind.

Sorgenkind: Altenheime

Anlass zur Sorge gibt weiterhin die Situation in den Altenheimen: „Während sich die Gesamtlage gut entwickelt, müssen wir die Alten- und Pflegeeinrichtungen aktuell als schwer betroffen einordnen“, betont Dr. Rainer Meilicke, Leiter des Kreisgesundheitsamtes. In insgesamt fünf Altenheimen im Rhein-Sieg-Kreis sind aktuell Personen mit dem Coronavirus infiziert. „Wir sind in engem Kontakt mit den Einrichtungen, um die Ausbrüche einzudämmen. Dazu gehört auch die umfangreiche Testung von Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Personal“, so Dr. Rainer Meilicke weiter.

Die Verteilung der Fälle im Detail

Logo