Mit Musik durch die Corona-Krise

Drehorgelmusik für die Nachbarschaft in Ranzel

Mit Musik durch die Corona-Krise

Nicht nur in Italien machen sich die Menschen während der Corona-Pandemie mit Musik und Gesang gegenseitig Mut, sondern auch in Niederkassel. So wie Rainer Hettich, der in Ranzel wohnt und mit seinem musikalischen Hobby die Nachbarschaft erfreut. Jeden Abend, pünktlich um 18.00 Uhr, steht er im Garten seines Einfamilienreihenhauses im Finkenweg in Ranzel. Pünktlich sind auch die Nachbarn, wie beispielsweise das Ehepaar Reucher, die es sich in ihren Gärten gemütlich gemacht haben. Jeder möchte den Klängen der Drehorgel lauschen, wenn Hettich „den Riemen auf die Orgel schmeißt“. Dank verschieden gelochter Papierrollen, von denen er etliche besitzt, kann er der Drehorgel herrliche Melodien entlocken.

Bis zum Ende der kontaktreduzierenden Maßnahmen gibt es das kostenlose Konzert

Von kölschen Tönen bis zur „Berliner Luft“ ist alles dabei, aber die Nachbarn können sich auch Lieder wünschen. Und so versammeln sich für rund 20 Minuten die Bewohner der Häuser im Finkenweg in ihren Gärten. Die Einen liegen in der Hängematte, andere haben es sich bei einem Kölsch gemütlich gemacht, während die Kids auf der Wiese toben.

Nach jedem Stück erschallt quer durch die Gärten der dankbare Applaus der Nachbarschaft. „Wir haben ihn gefragt, ob er vielleicht in der jetzigen Situation abends ein paar Lieder für die Nachbarschaft spielen würde. Er wohnt genau mittig und er sagte sofort zu“, so die Anwohnerin Helga Reucher. Rainer Hettich möchte auch nach Ostern und bis zum Ende der Maßnahmen gegen die Pandemie seine Nachbarn mit der Drehorgelmusik erfreuen. Danach plant man schon für ein gemeinsames Straßenfest.

Logo