Besonderer Schulstart 2020 für Niederkasseler Fünftklässler

Schülerinnen und Schüler des Kopernikus Gymnasiums und der Alfred-Delp-Realschule starten unter Corona-bedingten Vorschriften.

Besonderer Schulstart 2020 für Niederkasseler Fünftklässler

In diesem Jahr war der Schulbeginn für die „Neuen“, die Schüler der 5er Klassen, anders als in den vergangenen Jahren.

Kopernikus Gymnasium

Die Aula des Kopernikus Gymnasiums, sonst bis auf den letzten Stehplatz besetzt, bot viel Platz. Lediglich die Eltern durften ihre Kinder zum ersten Schultag begleiten und das auch nur Klassenweise und Zeitversetzt. Auf dem gesamten Schulgelände und im kompletten Schulgebäude war das Tragen von Mund-Nasenschutz Pflicht. Der Pandemie geschuldet war auch der Verzicht auf den musikalischen Empfang durch die älteren Mitschüler.

Schulleiter Dirk Stueber, seine Stellvertreterin Christine Richter-Hellenschmidt und Erprobungsstufenleiter Daniel Kopplow begrüßten in lockerer Form die neuen Schüler zum Schulstart. Stueber erklärte den Schülern, dass demnächst viele Veränderungen auf sie zukämen. „Zukünftig werdet ihr viele neue Fächer wie Biologie, Erdkunde, Naturwissenschaften, Spanisch und Latein kennenlernen“, so Stueber. Auf die Frage, was sich denn jetzt für sie ändere, gab es von einem Schüller ein klare Antwort: „Wir müssen jetzt mehr arbeiten“.

Um sich gegenseitig Vorzustellen, wurden die Schüler jeder Klasse dann auf die Bühne gerufen und durften, mit dem notwendigen Abstand, kurzfristig ihren Mund-Nasen-Schutz für ein Klassenfoto abnehmen um sich zumindest einmal ohne Schutz zu sehen. Zumindest für die nächsten Wochen gilt, dass alle Schüler den Mund-Nasen-Schutz in der Schule tragen müssen. „Daher wäre es gut“, so Christine Richter-Hellenschmidt, „wenn die Schüler mehr als eine Maske mitbringen würden“.

Lehrerin Rebecca Junge ist beeindruckt von ihren Schülern: „Trotz einer Temperatur von mehr als 29 Grad, die im Klassenraum schon während der 1. und 2. Stunde herrschten, war meine Klasse (9a) heute sehr diszipliniert, was das Tragen der Masken betrifft. Ich bin richtig stolz auf meine Schüler, die diese Einschränkungen klaglos hinnehmen und viel rücksichtsvoller sind, als so mancher Erwachsene“, berichtete die Lehrerin Rebekka Junge. Auch Erprobungsstufenleiter Daniel Kopplow sagte, dass die Kinder sehr routiniert mit den Vorgaben der Hygieneverordnung umgehen würden. „Sie sind diszipliniert und befolgen klaglos die Anweisungen der Lehrer“, so Kopplow.

Wie zu vernehmen war, herrschte wenig Freude über die 21- seitige Corona-Verordnung aus dem Düsseldorfer Schulministerium, die erst eine Woche vor Schulbeginn das Gymnasium erreichte. Diese hätte viel Arbeit und Kopfzerbrechen bereitet und die Verantwortung alleine bei den Schulen gelassen. Wünschenswert und hilfreich, für ein systematisches Vorgehen, wären auch mehr Checklisten gewesen.

Positiv muss man das Engagement der Mondorfer Firma LEMO Maschinenbau erwähnen. „Die Firma unterstützt das Kopernikus-Gymnasium mit einer großzügigen Spende von 1000 Masken nach dem Schutzstandard FFP2. Diese Masken sind angenehm zu tragen und sie strömen keinen unangenehmen Geruch aus“, so Rebekka Junge, die nicht nur den Kontakt zu der Firma herstellte, sondern auch die Abholung übernahm.

Alfred-Delp-Realschule

Ohne Schultüte aber mit Maske ging es für die neuen Schüler der Mondorfer Realschule zum ersten Schultag. Begrüßt wurden die drei Klassen zu drei getrennten Terminen in der neuen Mehrzweckhalle. Hier sorgte genug Platz für die nötigen Abstände. Die Aula wurde zudem zum Lehrerzimmer umfunktioniert.

Die ersten Worte richtete Nicole Schulze als Schulleiterin an die Kinder. Mit viel Bedauern, dass das Europafest zum Kennenlernen ausgefallen ist. Auch T-Shirts gebe es aus Hygienegründen in diesem Jahr keine.

Die beiden Lehrerinnen, die die Klassenleitung der 5A innehaben, erzählten die Geschichte von Swimmy, dem schwarzen Fisch unter vielen roten. So wurde das Eis gebrochen, auch wenn keine echte Ausgelassenheit unter den Corona-Bedingungen zu spüren war.

Laura und Robin aus der 9a stellten sich als die Paten vor. Sie begleiten die neuen Schüler am Anfang. Damit möchten sie zurückgeben, was sie selber als Fünftklässler genutzt haben. Sie alle gingen, mit einer Begrüßungsblume ausgestattet, gemeinsam in den Klassenraum, während die Eltern noch andere Informationen durch die Schulleitung bekamen.

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