Telekom Baskets Bonn treffen gravierende Maßnahmen

Eine Fortsetzung der Basketball-Bundesliga ist nach dem derzeitigen Stand nicht vorstellbar. Aus diesem Grund reagierten die Telekom Baskets Bonn in vielerlei Hinsicht.

Telekom Baskets Bonn treffen gravierende Maßnahmen

Der Ausfall aller sportlichen Aktivitäten sowie die Unmöglichkeit, den Telekom Dome für Fremdveranstaltungen zu nutzen, hat gravierende wirtschaftliche Konsequenzen. Ausgerechnet in dieser Phase wurden die Telekom Baskets Bonn gestern, am Montag, den 23. März 2020, ein Vierteljahrhundert alt. "Den 25. Geburtstag feiern wir in Corona-Quarantäne, nicht als Gruppenevent, sondern leider "Gemeinsam allein" - in der Hoffnung auf bessere Zeiten", so Wolfgang Wiedlich, Präsident der Telekom Baskets Bonn gegenüber machPuls.

Auf den Wegfall der Einnahmen, fortlaufenden Hallenkosten und ungewisse Regressforderungen reagierten die Verantwortlichen des Clubs nun. Für alle in der Organisation sowie im Hallenbetrieb tätigen Angestellten wird Kurzarbeit beantragt. Die Bundesligaspieler Branden Frazier, Geno Lawrence, Donald Sloan, Stephen Zimmermann sowie Chefcoach Will Voigt kehrten am Wochenende in ihre Heimat in die USA zurück. Die Verträge der genannten Spieler wurden einvernehmlich aufgelöst. Mit den anderen Spielern wurde mehrheitlich Kurzarbeit vereinbart, da neben dem Spielbetrieb auch alle Trainingseinheiten ruhen. Beeindruckt zeigten sich die Verantwortlichen der Telekom Baskets von der großen betriebsinternen Solidarität, wie sie Angestellte und Profisportler in dieser nicht alltäglichen Situation zeigten. Sollte der Spielbetrieb wider Erwarten wieder aufgenommen werden, steht Cheftrainer Voigt auf Abruf bereit. In dieser Woche wird die Basketball Bundesliga (BBL) entscheiden, wie es weitergehen soll. Nach Lage der derzeitigen Situation wird sie den Abbruch der laufenden Saison verkünden. Dafür sprechen zum einen die ungewisse Dauer der Corona-Pandemie und zum anderen die Wettbewerbsverzerrung, die bei einer Fortsetzung der Saison drohen würde.

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