Evonik: Stoffaustritt am Standort Lülsdorf

Eine Mitteilung der Evonik zum Austritt von Chlor am Mittwochmorgen

Evonik: Stoffaustritt am Standort Lülsdorf

Am Mittwoch, 17. Februar 2021, kam es gegen 7 Uhr bei Instandhaltungsarbeiten zu einem geringen Austritt von Chlor am Standort Lülsdorf.

Eine Person wurde leicht verletzt und wird aktuell im Krankenhaus behandelt. Unverzügliche Emissionsmessungen ergaben, dass keine Gefahr für die umliegende Bevölkerung besteht.

Es kann allerdings zu Geruchsemissionen kommen. Die Werkfeuerwehr befindet sich zurzeit vor Ort und sichert die Unfallstelle.

Die Behörden sind informiert.

Wir bedauern den Vorfall und die Auswirkungen auf unsere Nachbarschaft.

Chlor ist einer der wichtigsten Rohstoffe in der chemischen Industrie. Es wird für die Herstellung einer Vielzahl von chemischen Grundstoffen und Zwischenprodukten eingesetzt. Eine der bekanntesten Anwendungen ist die Desinfizierung von Trink- und Schwimmbadwasser. Am Standort Lülsdorf wird Chlor überwiegend durch die sogenannte „Chloralkali-Elektrolyse“ hergestellt. Dabei wird mit Hilfe elektrischen Stromes Kochsalz in seine Bestandteile getrennt, wodurch Natronlauge und Wasserstoff gewonnen werden. Chlor ist ein grün-gelber, gasförmiger chemischer Grundstoff, mit charakteristischem Geruch („Schwimmbadgeruch“). Es ist giftig und wirkt schon in geringen Mengen reizend auf Augen und Atemwege.

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