Lülsdorf: Neues zur Zukunft des Evonik-Standortes

Seit Oktober 2021 wird das Gesamtareal der Firma Evonik Industries in Lülsdorf auf dem Immobilienmarkt zum Verkauf angeboten. Wie es jetzt erst einmal weitergeht, erfahrt Ihr hier.

Lülsdorf: Neues zur Zukunft des Evonik-Standortes

Seit Oktober 2021 wird das Gesamtareal der Firma Evonik Industries in Lülsdorf auf dem Immobilienmarkt zum Verkauf angeboten. Nach Auskunft durch die Standortleitung wird ein Käufer für das Gesamtareal gesucht, welcher nach Möglichkeit die vorhandenen Anlagen übernehmen und weiterbetreiben soll.

In das Firmengelände eingebunden ist ein Umspannwerk des Versorgers innogy Netze Deutschland GmbH sowie eine Kläranlage im Eigentum des Evonik-Konzerns.

Stadt Niederkassel engagiert sich für den Standort

Die Stadt Niederkassel möchte aufgrund des plötzlichen Rückzugs der Evonik dazu beitragen, bestehende Arbeitsplätze zu sichern, neue Arbeitsplätze zu generieren und durch städteplanerische Maßnahmen ein Gebiet von 100 Hektar, welches im dichtbesiedelten Raum zwischen Niederkassel, Lülsdorf und Ranzel liegt, zukunftssicher weiterzuentwickeln.

Um dieses Vorhaben umsetzten zu können, hat der Rat der Stadt Niederkassel beschlossen, für den Traditionsstandort des Evonik-Konzerns, auf dem seit 1913 chemische Produkte hergestellt werden, vorbereitende Untersuchungen für einen städtebaulichen Entwicklungsbereich durchzuführen. So will man u.a. die Sicherstellung einer höchstmöglichen Verträglichkeit der Nutzung mit der Gesamtstadt und der Region erreichen und die Neunutzung der nicht mehr für die Chemieproduktion benötigten Flächen bzw. Wiedernutzbarmachung brachliegender und mindergenutzter Flächen eruieren.

Weitere Ziele, die verfolgt werden sollen

Ein weiteres Ziel ist die Ergänzung und Optimierung der Erschließung für alle Verkehrsarten (Individualverkehr, ÖPNV, Güterverkehr, Radverkehr und fußläufige Erschließung). Derzeit sind rund 43 ha der Fläche durch industrielle Anlagen belegt und 20 ha der Fläche sind Wald. Durch den „Einleitungsbeschluss“ erhält die Stadt die Möglichkeit, Vorhaben beispielsweise aus bauordnungsrechtlicher Sicht zurückzustellen. Dort, wo die Stadt städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen in Betracht zieht, steht ihr grundsätzlich das Recht zu, durch Satzung Flächen zu bezeichnen, für die sie gegebenenfalls ein Vorkaufsrecht ausüben will.

Dieser Bereich hat hinsichtlich der zu sichernden Arbeitsplätze und durch seine integrierte Lage im gesamtstädtischen Zusammenhang eine besondere Bedeutung. Mit der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme soll somit gleichzeitig sichergestellt werden, dass eine andere Entwicklung des Geländes im Einklang mit einer geordneten städtebaulichen Entwicklung für die Stadt Niederkassel erfolgt. Ziel der Maßnahme ist es, bisherigen Missständen und Mindernutzungen unter Einsatz der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme entgegenzuwirken und eine Neuordnung, möglicherweise auch eine neue Nutzung der Flächen zu erreichen. Der Rat stimmt am Dienstagabend diesem Vorhaben einstimmig zu.

Logo