Gesamtschule Niederkassel: Mobilitätserziehung für die neuen Fünftklässler

Viele Schüler*innen haben nach den Sommerferien die Geborgenheit der Grundschule verlassen und besuchen nun die weiterführenden Schulen. Das bringt einiges an Neuigkeiten mit sich, was schon beim Weg zur Schule vielerorts mit einer Busfahrt beginnt.

Gesamtschule Niederkassel: Mobilitätserziehung für die neuen Fünftklässler

Das stellt viele junge Schüler*innen vor eine neue Herausforderung. Aus diesem Anlass führte Polizeihauptkommissarin Heike Jakob, in Kooperation mit Rainer Wreege, Mitarbeiter der RSVG der seit etwa 10 Jahren die Aktion begleitet, am Donnerstag, den 23.September 2021 an der Buswendeschleife der Kopernikus Gesamtschule in Niederkassel-Lülsdorf ein Mobilitätstraining im Umgang mit dem Schulbus für die neuen Fünftklässler durch.

Seit vielen Jahren nehmen Schüler*innen der pädagogischen Einrichtungen in Niederkassel-Lülsdorf an der Mobilitätserziehung teil. Ebenfalls nehmen die Grundschüler*innen aus Niederkassel-Uckendorf an dieser Maßnahme teil, da sie zur Grundschule nach Niederkassel-Ort von Beginn an auf einen Schulbus angewiesen sind. Es beteiligten sich, nachdem drei Klassen bereits vorher das "Bustraining" absolvierten, 28 weitere Schüler*innen der Klasse D sowie deren Klassenlehrer Alexander Jenniges an der Aktion.

Praktische Übungen demonstrierten Gefahren

Durch praktische Übungen wurden die Schüler*innen innen und außerhalb des vorhandenen Busses die Gefahrenpunkte vor Augen geführt. Etwa wie gefährlich es ist, sich in einem toten Winkel hinter dem Bus aufzuhalten, da der Busfahrer die sich dort aufhaltenden Personen nicht sehen kann. Oder aber, dass sich Drängeln in den Bus nicht lohnt, da es schon vorgekommen ist, dass dabei Schüler*innen in der Tür stecken geblieben sind. Wegen der Konzentration des Busfahrers ist es auch angebracht, während der Busfahrt nicht lauthals zu schreien und den Sitzplatz erst zu verlassen, nachdem der Bus angehalten hat. Beeindruckend und anschaulich war ein Versuch mit dem Experiment mittels einer rohen Kartoffel in einem Turnschuh, der vom Bus überfahren wird.

Das Experiment sollte vor Augen führen wie in einer solchen Situation ein Fuß aussehen könnte, der aus Unachtsamkeit unter einen Bus gerät.

Ein weiteres Experiment zeigte wie "Plastikschüler", dargestellt durch drei Pylonen an einer Bordsteinkante vom Bus umgefahren werden.

Daher stets an den Bus herantreten, wenn das Fahrzeug steht und die Türen aufgehen. Eine Vollbremsung bei langsamer Geschwindigkeit zeigte den Schüler*innen, dass es wichtig ist, Rucksäcke und Schultaschen gut zu verstauen und sich gut festzuhalten. Bei höheren Fahrtgeschwindigkeiten könnten die Auswirkungen einer Vollbremsung weitaus schlimmer ausfallen.

Dank der anschaulichen Erläuterungen durch Heike Jakobs sowie die langjährigen Erfahrungen von Rainer Wreege, in Verbindung mit praktischen Übungen, sollen sich die Schüler*innen sicherer im Umgang im und am Bus fühlen und ihren Teil zu einer gelungenen Busfahrt zur und von der Schule beitragen.

Weitere Mobilitätserziehung geplant

Das Bustraining ist der 1. Teil der Mobilitätserziehung in der 5. Klasse an der Gesamtschule, dem noch ein 2. Teil (Radfahren) sowie ein 3. Teil (Toter Winkel für Fußgänger und Radfahrer) folgen wird. Kooperationspartner für diese Schulung ist die Feuerwehr mit einem großen Einsatzfahrzeug.

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