LeadCity-Angebote sollen bestehen bleiben

Vor ungefähr einem Jahr startete das Projekt LeadCity Bonn. Ziel war die „Öffis“ attraktiver zu machen, durch verbesserte Busangebote zwischen der Stadt Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Wie sieht es ein Jahr später aus? Wurde das Angebot mehr genutzt?

LeadCity-Angebote sollen bestehen bleiben

Die Rückmeldungen der Fahrgäste haben bestätigt, dass die im Rahmen des Bundesförderprojektes „LeadCity Bonn“ verbesserten Busangebote zwischen der Stadt Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis bis zum Beginn der Corana-Krise sehr gut angenommen wurden. Bei uns im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis wurde damals das Angebot der Buslinien 520, SB55, 537, 540, 550, 551, 552, 640 sowie der Stadtbahnlinie 66 ausgebaut. Dies betraf hauptsächlich Niederkassel, Troisdorf und Sankt Augustin. Alle Infos über das damalige Projekt findet ihr hier.

Und dass diese Maßnahmen nötig waren zeigt die gute Resonanz. Denn bereits zwei Monate nachdem die Angebote 2019 verbessert wurden, fuhren augenscheinlich mehr Fahrgäste Bus und Bahn. Prozentual wurden im Vergleich zu Fahrgasterhebungen aus den Jahren 2017/18 zwischen 19 und 143 Prozent mehr Fahrgäste gezählt (gemäß Referat für Wirtschaftsförderung und strategische Kreisentwicklung). Aufgrund dessen hat der Kreistag beschlossen, dieses umfangreiche Paket der Angebotsverbesserungen fortzuführen, auch wenn die finanzielle Förderung durch den Bund entfallen sollte. Wichtig dabei ist, dass sich die Fahrgastzahlen im ÖPNV wieder erholen. Ursprünglich sollte die Leadcity-Förderung Ende 2020 enden. Zurzeit finden noch Abstimmungsgespräche zwischen der Bundesstadt Bonn und dem Fördergeber über eine weitere finanzielle Unterstützung in 2021 statt. Hiervon soll auch der Rhein-Sieg-Kreis profitieren.

Neue Ansätze beim Leadcity-Projekt

Das Leadcity-Projekt „Betriebliches Mobilitätsmanagement“ will im Rhein-Sieg-Kreis und in Bonn unter dem griffigen Slogan JOBWÄRTS einfach.besser.pendeln maßgeschneiderte Angebote für die Arbeitgeber in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis ausbauen. Hier besteht die Möglichkeit die Mobilität der Mitarbeitenden analysieren zu lassen sowie Alternativen zur Autonutzung gemeinsam zu entwickeln. Für weitere Informationen können sich interessierte Unternehmen zum Beispiel im Internet unter JOBWÄRTS melden. Das Ziel ist auch hier die Stickoxidbelastung zu verringern, dem Klimaschutz beizutragen und auch Verkehrsstaus in der Region zu vermeiden.

Weiter sollen im ländlichen Raum zwei neue Schnellbuslinien auf den Achsen Hennef – Uckerath – Asbach sowie Siegburg – Seelscheid – Much eingeführt werden.

Darüber hinaus soll im gesamten rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis ein Fahrradmietsystem in Zusammenarbeit mit der RSVG und den Städten und Gemeinden eingeführt werden. Im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis betreibt die RVK bereits ein Pedelec-Mietsystem. Eine besondere Herausforderung wird dann noch die organisatorische Verknüpfung mit dem Fahrradmietsystem der Stadt Bonn.

Die Gesamtkosten für diese umfangreichen Maßnahmen werden voraussichtlich über 6 Millionen Euro betragen und müssen vom Kreis sowie den betroffenen Städten und Gemeinden aufgebracht werden.

„Ich freue mich über die Beschlüsse des Kreistages. Bessere Angebote bei Bus und Bahn und die stärkere Einbindung des Fahrrades bieten den Menschen weitere Möglichkeiten, umweltverträglich von A nach B zu kommen. Im Zusammenklang mit Home-Office und mobile working haben wir eine gute Chance den motorisierten Individualverkehr zu verringern“, stellte Landrat Sebastian Schuster fest.

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